Weihnachten in Irland Teil 1

An Weihnachten kann man Zeit mit der Familie verbringen und sich mit Gansbrust und Plätzchen mästen. Muss man aber nicht. An diesem Weihnachten sind wir mal allen Traditionen entflohen und haben die Feiertage bei frühlingshaftem Wetter in Galway und Cork verbracht. Ihr habt Lust auf eine Rundreise durch Irland? So verlief unsere Woche:

Tag 1: Anreise und Weihnachtsmarkt

Weihnachten in Irland
Neben Riesenrad und Fressbuden gab es sogar eine Disco auf dem Weihnachtsmarkt – wäre das was für euch?

Iris und ich trafen uns am Freitagnachmittag am Flughafen Dublin und nahmen von dort den Citylink-Expressbus, der direkt nach Galway fährt (Kosten bei Onlinebuchung: 17 €/Student*in). Zweieinhalb Stunden und etliche Snacks später kamen wir an und stapften in unsere Airbnb-Unterkunft, die sehr nahe am Zentrum lag. Das war leider der einzige Vorteil, denn vor Ort erwartete uns ein feuchtes Zimmer voller Schimmel und mit zu wenigen Möbeln. Im Gemeinschaftsbad und der Küche sah es nicht besser aus. An unserer „Roomtour“ als Instagram-Story hatten wir trotzdem Spaß. Den ersten Abend verbrachten wir auf dem Continental Christmas Market im Stadtzentrum, gönnten uns einen Burger (6 €/Person), handgemachten Fudge (ca. 4€/Barren), Kinderpunsch für 5€/Kopf und schlenderten durch die idyllische Fußgängerzone mit Weihnachtsbeleuchtung.

Tag 2: Cliffs of Moher

Weihnachten in Irland
Die Cliffs of Moher beeindrucken mit einer Höhe von 155 Metern.

Falls ihr euch schon gefragt habt, wo unser neues Profilfoto auf Instagram entstanden ist: Am zweiten Tag unternahmen wir einen Ausflug zu den bekannten Cliffs of Moher! Gebucht habe ich den Trip bei Get Your Guide für 25€/Person. Der Bus fährt um 12 Uhr an der New Coach Station in Galway ab – ideal, wenn man früh etwas erledigen oder ausschlafen möchte. Auf der etwa anderthalbstündigen, etwas holprigen Fahrt hat man einen schönen Ausblick auf die typische Natur Irlands. Die Cliffs of Moher sind sehr touristisch inszeniert, es gibt ein Café, Souvenirshops und – wer hätte es gedacht – unzählige Besucher aus aller Welt.

Weihnachten in Irland
Ist die Grasstruktur auf den Klippen nicht beeindruckend?

Wir hatten etwa zwei Stunden Zeit, am Abhang entlang zu spazieren (zum Glück gibt es einen idiotensicheren Weg mit Absperrung) und uns mit Suppe und Kaffee (insgesamt 7,50 €/Person) im Café zu stärken, bevor die Rückfahrt anstand. Eine entspannte Halbtagestour!

Tag 3: Busfahrt durch Connemara

Da über Weihnachten kaum Touren angeboten werden, stand am darauffolgenden Tag gleich der nächste Ausflug an: Die Busrundfahrt über die Connemara-Halbinsel habe ich ebenfalls über Get Your Guide für 30 €/Nase gebucht. Die Fahrt im Minibus mit Platz für etwa zehn Personen war sehr angenehm und der einheimische Fahrer mit Mikrofon erzählte uns auf Englisch die ganze Fahrt über etwas über Landschaft, Geschichte und Kultur. Die einsamen Straßen, die grünen Weiden mit Steinmauern, die nebligen Berge am Horizont und die wüstenartigen Fels- und Seenlandschaften waren wirklich faszinierend. Neben den allgegenwärtigen Schafen entdeckten wir sogar Connemara-Ponys! An mehreren Stellen hielt der Fahrer für ein paar Fotos an, sodass wir in Ruhe alles festhalten konnten.

Die Hauptattraktion war ein zweistündiger Aufenthalt im Connemara-Nationalpark, in dem wir auf einem eher anspruchslosen Wanderweg den Diamond Hill bestiegen und den Ausblick über Natur und Meer genossen. Anschließend tranken wir einen Kaffee im Pub „Veldons Seafarer“ in Letterfrack für nur 1,50 €/Person und ließen uns müde und zufrieden nach Galway zurückschaukeln. Empfehlenswert für Naturliebhaber, die trotz Winter nicht auf eine kleine Wanderung verzichten möchten!

Tag 4: Merry Christmas und Sláinte!

Den 24. Dezember verbrachten wir entspannt mit Essen und Lesen (und zugegebenermaßen Angry Birds) im Zimmer. Statt in die Kirche ging es für uns spätnachmittags in die Stadt. Ihr solltet spätestens um drei Uhr aufbrechen, damit ihr einen Platz in den überfüllten Pubs bekommt. Wir waren etwas später dran und tranken unser Lagerbier Galway Hooker (ca. 5€/Pint) im Außenbereich des renommierten Pub „Tigh Neachtain“ – zum Glück hatte es angenehme 11 Grad. Bei der irischen Fastfoodkette „Supermac´s“ bestellten wir Wedges und Chicken Nuggets für insgesamt 22 € und staunten nicht schlecht, als uns diese in drei Pizzakartons mit acht (!) Dips an den Tisch gebracht wurden. Nach einem kurzen Zwischenstopp im Zimmer tranken wir noch ein Smithwick´s Red Ale (je 4,90 €) im Außenbereich der Bar „The Quay´s“. Ab sieben Uhr machten alle Pubs nach und nach dicht und wir es uns in unserem Horrorzimmer so gemütlich wie möglich.

Im zweiten Teil unserer Reise, der nächste Woche erscheint, werde ich euch von den Weihnachtsfeiertagen und unserer Weiterreise nach Cork berichten!

Unsere Irlandreise sowie unsere Parodie auf Roomtours und Fashionhauls findet ihr übrigens als Story-Highlights auf Instagram.

Wart ihr schon einmal in Irland? Was waren eure Highlights? Findet ihr eine Weihnachtsreise eine gute Idee oder bleibt ihr lieber zu Hause?

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