Quer durch 11/2018

Pünktlich zur Adventszeit haben wir eine kleine Überraschung für euch: Unser guter, alter „Quer durch …“-Monatsrückblick wurde entstaubt, gestutzt und frisiert und kommt jetzt mit einigen neuen Fragen um die Ecke – damit er noch persönlicher ist und einen Mehrwert für euch liefert! Alle Medien-Reviews findet ihr ab sofort übrigens in unserem neuen Format quermedia. Viel Spaß mit unseren neuesten Plänen, Pleiten und Powermomenten!

Was war dein Ziel für November und inwiefern hast du es erreicht?

Franzi: Ich hatte mich zum 1.11. in einem Fitnessstudio angemeldet und mir vorgenommen, mindestens dreimal pro Woche hinzugehen. Gleich in der ersten Woche schaffte ich wegen Erkältung und Muskelkater des Todes nur zweimal, seitdem aber tatsächlich dreimal – juhu!

Iris: Ich wollte mit den Experteninterviews für die BA-Arbeit angefangen haben. Leider hänge ich noch über dem Theorieteil und brauche noch Termine mit den zu Befragenden. Mir kamen mit Wohnungssuche und Autokauf einfach zu viele andere Dinge in die Quere.

 

Welche Anschaffungen hast du in diesem Monat getätigt (Food, Beautyprodukte, Freizeit …)? Top oder Flop?

Franzi: Ich habe (mit drei Wochen Lieferzeit) endlich ein neues Handy, da ich mein altes verloren habe. Genauer gesagt: Ein Huawei P10 Lite! Die Hauptargumente dafür waren neben dem Preis die gute Kamera, der große Speicher (endlich haben Apps wie Episode, Netflix und Chefkoch wieder Platz!) und der starke Akku – alles drei Kriterien, bei denen mich mein altes Samsung Galaxy S5 regelmäßig fast zur Weißglut gebracht hat.

Iris: Die größte und für mich beste Anschaffung des Monats Jahres ist mein neues Auto gewesen. Wie komfortabel das Leben plötzlich wieder ist! An meinem nächsten Wohnort benötige ich es zum Pendeln zur neuen Arbeitsstelle – richtig gelesen: Für mich gab’s im November neue Wohnung, neues Auto, neuen Job. Ganz schön viel auf einmal.

 

Was war dein schönster Augenblick und hattest du einen Schreckmoment?

Franzi: Ein doofer Moment war, als eine Person in meinem Umfeld ununterbrochen in meiner Gegenwart über jemanden lästerte, den ich bekanntlich mochte – immerhin konnte ich meine Meinung sagen und seitdem habe ich meine Ruhe vor den Negative Vibes. Der schönste Moment war eigentlich, als Iris mir von ihren vielen, tollen Veränderungen für 2019 erzählt hat und wir zusammen fast eskaliert sind vor (Vor-)Freude.

Iris: Oh ja, der Blick aufs Konto ist nun zu einem immerwährenden Schreckmoment geworden – so ein Auto kostet natürlich ordentlich was. Der wohl schönste Augenblick, da schließe ich mich Franzi an, war, als ich meine künftige Wohnung angesehen habe und mir bewusst wurde, dass bald dort leben werde. Haha, wenn ich jetzt noch Sponsoren fände (Deko, Smart TV und ein WMF-Messerset wären ganz nice), könnte ich eine Influencer-Roomtour für euch drehen. Jedenfalls freue ich mich wirklich schon aufs Einrichten (vermutlich im Februar)!

 

Worauf bist du stolz bzw. hast du etwas Neues gelernt?

Franzi: Ein Prozess, der wohl nicht erst im November begonnen hat, ist meine veränderte Selbstwahrnehmung. Zum ersten Mal fühle ich mich wirklich wie eine erwachsene Frau. Was nicht heißen soll, dass ich mir vorher wie ein Mann vorkam, aber dieses Selbstbild von mir als verniedlichtem Mädchen oder unfähigem Trottel war unbewusst immer ein Teil von mir. Ich bin froh über dieses Ergebnis meiner neuen Erkenntnisse und Glaubenssätze, auch wenn sie nach außen vielleicht ein bisschen komisch klingen.

Iris: Hm, ich rede mir einfach mal ein, stolz zu sein, mit der Bachelorarbeit schon etwas weitergekommen zu sein. Ich sag’s euch, dieser Zwang, 50 Seiten mit Gedanken anderer Leute zu füllen, die entweder schon vor zehn Jahren gedacht wurden oder sich ständig widersprechen, ist für mich eine große Belastung. Ein Strudel aus Quellen, Panik, Zitaten und Definitionen, der meine Gliederung regelmäßig durcheinander wirbelt – DAS, liebe Freunde, ist die Definition von Spaß!

 

Welche Emotionen gab es und welche Rolle spielten andere Menschen dabei?

Franzi: Es ist eine neue Erfahrung, Iris mal nicht nur ein oder zwei, sondern ganze dreieinhalb Monate nicht zu sehen. Auch die Trennung von einer anderen wichtigen Person war härter als gedacht. Erstaunlicherweise ist nicht das Vermissen die stärkste Emotion, sondern eher eine Art tiefe Dankbarkeit und Wertschätzung für diese Menschen in meinem Leben.

Iris: (Franzi lügt, wir hatten uns schon einmal drei Monate nicht gesehen, als ich in den USA gearbeitet habe!) Meine Emotionspalette rangierte hauptsächlich zwischen Frust, Hoffnungslosigkeit, Panik, Scham, Glück, Freude und sowas wie dem peinlichen L-Wort. Wie schon häufig erwähnt, habe ich in allen Lebenssituationen tolle Menschen an meiner Seite, die mir jeweils auf ihre Weise helfen: Sei es die gekochte Lieblingsmahlzeit, eine tröstende „Wir schaffen das“-Umarmung oder ein aufrüttelndes, aufmunterndes Gespräch.

 

Mit welchen Herausforderungen warst du konfrontiert? Hast du einen Rat, wie auch andere sie meistern können?

Franzi: Eine wahre Herausforderung war es, drei Wochen ohne Handy auszukommen. Nachdem ich es verloren hatte, ging bei der Bestellung und Lieferung des neuen Smartphones nämlich alles schief, was schiefgehen kann. Ab und zu hat mich das wirklich frustriert, aber insgesamt war es eine heilsame Erfahrung, mal bewusst offline zu sein. Ich hatte mehr Zeit zum Lesen oder Schreiben, lebte mehr im Moment, habe mehr nachgedacht und meine Sinne erholt. Jetzt bin ich aber froh, wieder im Jahr 2018 zu leben. Also, wenn euch das auch mal passiert: Verschwendet eure Zeit nicht damit, euch über Unabänderbares zu ärgern, sondern sucht bewusst nach der positiven Seite!

Iris: Herausforderung 1: 300 Kilometer entfernt eine Wohnung finden, wegen der ich mehrmals in der Woche 10 Stunden Fahrt und 60€ Bahnticket auf mich genommen habe. Klingt doof? War es auch. Tipp: Legt euch mehrere Besichtigungstermine auf einen Tag oder schickt jemanden hin, der in der Nähe wohnt. Und lasst euch nicht entmutigen!

Herausforderung 2: Trotz dieser ganzen lebensverändernden Dinge Zeit und Energie für die Bachelorarbeit zu finden. Tipp: Schreibtisch leer räumen und die Sache Schritt für Schritt angehen. Bei Überforderung nicht prokrastinieren, sondern überlegen, was der nächste, kleinste Step ist und diesen erledigen. Hat mir sehr geholfen!

 

Welcher Ort, welche Veranstaltung oder Reise war im November dein Highlight?

Franzi: Mein Lieblingsort war der Dubray´s Bookshop mit Café in Dublin, in dem ich mich stundenlang umgeschaut habe. Ansonsten war der Cliffwalk von Bray nach Greystones mit einem Kollegen ein erholsamer Ausflug in die Natur.

Iris: Soll ich nun die 389240 stressigen Bahnausflüge nennen, die ich dank Reiseübelkeit nicht mal richtig mit Netflix überbrücken konnte? Nein. Tatsächlich fraßen diese aber extrem viel Zeit, sodass für andere Pläne schlichtweg keine Reserven zur Verfügung standen. Am besten haben mir im November eine Geburtstagsparty und ein Restaurantbesuch gefallen, haha. Aber ist auch schön, sich an den kleinen Dingen zu erfreuen, wie zum Beispiel, ausnahmsweise mal keine selbstgekochte Mahlzeit essen zu müssen.

 

Was sind deine Pläne für Dezember?

Franzi: Ich freue mich riesig auf Iris´ Besuch über Weihnachten (meine ersten Feiertage ganz ohne Familientradition), an dem wir für eine Woche nach Galway und Cork verreisen – alles andere ist Nebensache.

Iris: Ich möchte, am besten gemeinsam mit anderen, ein paar weihnachtliche Impressionen aufsaugen (Kinderpunsch ahoi), mit der Bachelorarbeit halbwegs (!) fertig werden und natürlich auch einen gemütlichen Aufenthalt mit Franzi in Irland erleben. Bin schon gespannt, wie das Fest auf der grünen Insel gefeiert wird. Wir werden euch ab 21.12. über unsere Instagram-Story wieder überallhin mitnehmen!

 

Hier könnt ihr unseren letzten Rückblick vom Oktober 2018 lesen.

Übrigens dürft ihr euch diese Fragen kopieren, auf uns als Quelle verlinken und damit selbst einen Monatsrückblick schreiben – wir würden uns sehr freuen, von euren Erlebnissen und Gedanken zu hören! 🙂

Wie ist euer November verlaufen und was nehmt ihr euch für Dezember vor?

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