Quer durch 10/18

Auch im Oktober haben wir wieder einiges erlebt, Vorsätze gehalten und gebrochen und mit verschiedenen Dingen zu kämpfen gehabt. Seid gespannt!

Hast du dein Ziel für Oktober erreicht?

Franzi: Mein Plan war, mich an zumindest fünf Tagen in der Woche an meine neue Morgenroutine und an mindestens zwei Tagen an meine Abendroutine zu halten. Morgens hat es nicht immer geklappt, weil das Handy zu oft gegen das Buch gesiegt hat (kennt ihr das?). Abends öfters zur Ruhe kommen hat aber gut geklappt!

Iris: Ich wollte mehr zu mir selbst finden, mich reflektieren, zwischenmenschliche Relationen stärken und mehr Sport treiben. Bis auf die Reflexion, wofür mir die Muse fehlte, hat alles geklappt!

Hat dich in diesem Monat jemand inspiriert oder konntest du etwas Neues lernen?

Franzi: Inspiriert haben mich in diesem Monat vor allem Bücher, einmal „Untenrum frei“ von Margarete Stokowski und einmal „Veronika beschließt zu sterben“ von Paulo Coelho. Wie ich die Bücher fand, lest ihr weiter unten.

Iris: Meine Inspiration zog ich diesen Monat aus der Wochenzeitung „Die Zeit“. Endlich wieder ein hochwertiges Printprodukt auf dem Schreibtisch, in das ich stundenlang versinke, nebenbei Kaffee trinke und mein Hirn mit neuem Input fülle. Ein Luxus für die Seele (und den Geldbeutel).

Was hast du geschafft, worauf kannst du besonders stolz sein?

Franzi: Wir hatten von der Firma aus ein großes Event, auf dem wir nach der Arbeit bis in die Nacht mithelfen mussten. Neben der körperlichen Anstrengung musste ich mit verschiedensten Menschen im Team zusammenarbeiten und hatte dabei sogar die Rolle des Koordinators. Das war eine Erfahrung, bei der sich meine Belastungsgrenzen erweitert haben und meine Sicht auf andere toleranter und positiver geworden ist.

Iris: Ich habe es geschafft, meine zeitweise negative Einstellung gegenüber allem und jedem wieder in Wohlwollen umzuwandeln. Prompt lebt es sich so viel angenehmer, zufriedener und friedlicher! Und ich möchte noch erwähnt haben, dass ich bei drei von dreien Veranstaltungsterminen in der Uni war. Ähem.

Mit welchen Herausforderungen hattest du zu kämpfen?

Franzi: Ich habe mein Handy in einem Club verloren, was im ersten Moment natürlich ärgerlich war, was ich aber nach kurzer Zeit einfach positiv sehen wollte! Neben der Tatsache, dass ich sowieso bald ein neues Handy zu kaufen plante, bin ich – auch mit Hilfe von Iris´ positivem Mindset – einfach dankbar für das Experiment, eine Woche ohne Smartphone auskommen zu müssen. Zeit, meinen Medienkonsum zu überdenken!

Iris: Aus gewissen Gründen, die ich leider, leider nicht öffentlich mit euch teilen kann, hatte ich mit permanenter Müdigkeit und extremen Wutanfällen zu kämpfen. Das rote Rauschen hüllte mich komplett ein und ließ mich ständig überreagieren. Ich bekam vor Rage fast keine Luft mehr – nur mit Mühe konnte ich mich in diesen Situationen bremsen und Schlimmeres verhindern. An dieser Stelle sei meinen gepeinigten und doch so verständnisvollen Mitmenschen Dank ausgesprochen! Mit dem richtigen Mindset und einigen Maßnahmen konnte ich mein Gemüt nun wieder stabilisieren.

Was hat dich geärgert? Was hat dich gefreut?

Franzi: Gefreut haben mich ein positives Feedback auf der Arbeit und ein toller Wochenendtrip nach Belfast. Geärgert hat mich der Handyverlust anfangs, was sich aber schnell gelegt hat.

Iris: Jetzt wird es kurz politisch: Geärgert hat mich die Konsequenz aus dem Ergebnis der bayerischen Landtagswahl am 14. Oktober. Die CSU wurde zwar als stärkste Partei wiedergewählt, muss sich jedoch einen Koalitionspartner suchen. Mit den Freien Wählern versuchen sie nun, denselben Kurs wie zuvor zu halten, obwohl so viele Bayern für Veränderung gestimmt haben. Zur Info: Bei uns in Bayern müssen Geschäfte um 20 Uhr schließen, wir haben Tanz- und Partyverbote an gewissen Feiertagen und die CSU möchte, genau wie die AfD, vorrangig das traditionelle Familienbild in den Schulen vermittlen. Geil, oder? Gefreut hat mich etwas, das ich hoffentlich bald mit euch teilen kann – vielleicht ja nächsten Monat an dieser Stelle?

Aus der „Zeit“ vom 18.10.2018 – fand ich sehr treffend formuliert und traurig, weil es einfach wahr ist.

Was ist zwischenmenschlich passiert?

Franzi: Von Gruppenchaos über große Emotionen bis hin zu einem Trauerfall ging es in diesem Monat sehr turbulent zu, was mich erschöpfte, aber auch sehr belebte.

Iris: Ein paar unnötig dramatische Diskussionen haben ganz schön an meinen Nerven gezehrt, allerdings habe ich sie überhaupt erst befeuert. Hmpf. Ansonsten fällt es mir gerade sehr schwer, mit neuen Mitbewohnern umzugehen, die ständig meine persönlichen Grenzen überschreiten. Um den Frieden halbwegs zu wahren, flüchte ich meistens … doof nur, wenn sie deine Handynummer besitzen!

Welche Blogposts hast du in diesem Monat verfasst?

Franzi: Ich habe Tipps für den Wechsel „Vom Hörsaal ins Praktikum“ gegeben und den Kinofilm „A Star Is Born“ rezensiert.

Iris: Bei mir ging es im Oktober über Menschen, die uns in bestimmte Rollen zwängen, die wir gar nicht aufgedrückt bekommen wollen. Und ich habe eine Buchrezension zu „Die PaarProbleme“ von Angelika Kaddik geschrieben – mehr war aufgrund meiner permanenten Erschöpfung leider nicht drin. Aber hey, immerhin lest ihr gerade pünktlich unseren Monatsrückblick. Ich verspreche trotzdem rasche Besserung!

Welchen Post von anderen Bloggern fandest du diesen Monat am  besten und warum?

Franzi: Ich mochte das simple Rezept für Bananen-Pancakes mit Topping von littlenecklessmonster_food – werde ich mal ausprobieren!

Iris: Ich habe letztens diese Peanut Butter Protein Balls zubereitet, deren einfaches Rezept auf dem Blog ObstGemüseKuchen erschienen ist. Super lecker!

Was hast du im letzten Monat an Medieninhalten rezipiert?

Franzi:

Untenrum frei von Margarete Stokowski: Mein Sachbuch-Highlight 2018! Stokowski führt humorvoll, provokant und sehr persönlich durch verschiedenste Aspekte des Feminismus, mit denen sich jeder identifizieren kann. Unbedingt lesen!

Veronika beschließt zu sterben von Paulo Coelho: Veronika entdeckt im Angesicht ihres Todes, was am Leben lebenswert ist. Ein inspirierendes Buch, das zu mehr Verrücktheit und Unabhängigkeit im Leben aufruft und mich sehr berührte.

A Star Is Born: Sänger Jackson verliebt sich in Kellnerin Ally und verhilft ihr zum Erfolg – doch dann holen ihn seine Probleme ein. In meiner Kinorezension erfahrt ihr meine Meinung zum Film mit Lady Gaga und Bradley Cooper.

Hot Fuzz: Spitzencop Nicholas Angel aus London wird dienstlich in das naheliegende Dorf Sandford versetzt und sieht sich ab sofort mit ausgebüchsten Schwänen und Nachbarschaftstratsch konfrontiert – und einer Reihe von Mordfällen. Welches Geheimnis verbirgt die Dorfgemeinschaft? Die Actionkomödie lebt von witziger Satire rund um die stereotype Dorfmentalität und typisch britischem schwarzen Humor. Die überzogenen, oft kitschigen Kameraeffekte verleihen dem Film einen ganz eigenen Stil, der mir nur teilweise schon etwas zu albern war. Interessant fand ich vor allem die unterschiedlichen englischen Dialekte.

Song des Monats: Ich hatte keinen bestimmten Ohrwurm, habe aber seit dem Film „ A Star Is Born“ wieder ziemlich viele Lady Gaga-Songs gesuchtet.

Iris:

Darüber spricht man nicht von Dr. med. Yael Adler: Wie schon in ihrem ersten Buch „Hautnah“ schreibt die Hautärztin Yael Adler auch in ihrem zweiten Werk direkt, informativ, unterhaltsam, jovial und bedient sich einer bildhaften Wortwahl. Ob Schnarchen, Pupsen oder Geschlechtskrankheiten – sie erklärt Zusammenhänge und gibt viele Tipps, die die Leser ermuntern, sich nicht länger für Tabuthemen zu schämen. Klare Leseempfehlung!

Gomorrha von Roberto Saviano: Bislang die größte Enttäuschung meines Lesejahres! In dem Buch über die italienische Mafia fehlt es an Struktur, die Themengewichtung ist nicht nachvollziehbar und die nüchterne, distanzwahrende Sprache wird durch vermeintlich literarische Metaphern aufgebläht. Der Mehrwert bzw. Informationsgehalt fällt deswegen hintenüber.

Seerosennacht und Blütendämmerung von Daphne Unruh: Band 3 und 4 der „Zauber der Elemente“-Reihe hatten beide wieder eine kindische, unsympathische Hauptprotagonistin. Trotz allem mag ich die magische Fantasywelt und die Geschehnisse (obwohl mir regelmäßig der Überblick verloren geht) und habe die beiden 400-Seiten-Bücher jeweils binnen eines Tages verschlungen. Manchmal braucht es einfach kitschige Jugendbuchfantasy!

Haus des Geldes (Staffel 1): Zunächst konnte mich die Serie nicht vor Netflix fesseln (man muss es erst mal schaffen, in einer Heist-Movie-Serie keinerlei Spannung aufkommen zu lassen), gegen Ende der ersten Staffel sympathisierte ich jedoch immer stärker mit den Protagonisten und freue mich nun auf die zweite Staffel. Ich liebe ja kreative/abweichende Kameraeinstellungen, diese vermisse ich in „Haus des Geldes“ allerdings (bis auf die Kaffeetassen-Szene zwischen Salva und Raquels Mutter).

25 km/h (Film): Deutsche Produktionen sehe ich mir nur sehr ungern an, da sie oft lame sind. In der Sneak Preview wurde ich dann prompt mit einer überrascht. Kurzfazit: Unterhaltsam, aber dafür teure Kinotickets zu kaufen, würde ich euch nicht empfehlen. Langfassung: Zwei alternde Brüder in der Midlifecrisis erleben ihren zweiten Frühling, während sie mit ihren Mofas durch Deutschland brettern. Inkonsequente Verhaltensmuster, ein fetter Schnittfehler und vorhersehbare Komik ließen mich eher gähnen, auch die Kamera bleibt auffällig unkreativ im Hintergrund. Wer sich nicht mit Filmanalyes beschäftigt und einen netten Filmabend zuhause abhalten möchte, kann bei „25 km/h“ jedoch ruhig zugreifen.

Song des Monats: In der ersten Monatshälfte habe ich die alte Kamelle Sky & Sand von Paul & Fritz Kalkbrenner rauf und runter gehört und mich sofort in unsere Abizeit zurückversetzt gefühlt. Sky & Sand wurde in den letzten beiden Wochen von Bella Ciao aus „Haus des Geldes“ abgelöst – ein wirklich fieser Ohrwurm.

Was nimmst du dir für November vor?

Franzi: Ich habe mich zum ersten Mal in einem Fitnessstudio hier in Dublin angemeldet und nehme mir vor, mindestens dreimal pro Woche hinzugehen.

Iris: Da ich in der Bachelorarbeit qualitative Experteninterviews durchführe, möchte ich im November mit diesen begonnen haben, damit ich das ganze Ding bis Weihnachten abgeben kann. Zuvor muss allerdings erst der gesamte Theorieteil stehen, was mich sicherlich auch einiges an Zeit und Energie kosten wird.

Hier könnt ihr unseren letzten Rückblick vom September 2018 lesen.

Übrigens dürft ihr euch diese Fragen kopieren, auf uns als Quelle verlinken und damit selbst einen Monatsrückblick schreiben – wir würden uns sehr freuen, von euren Erlebnissen und Gedanken zu hören! 🙂

Wie ist euer Oktober verlaufen und was nehmt ihr euch im November vor?

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