Vom Hörsaal ins Praktikum

Bluse statt Sneakers, Bürostuhl statt Hörsaalklappsitz und Kollegen statt Kommilitonen: Der Sprung vom Unialltag rein ins Praktikum verändert auf einen Schlag so einiges. Auch bei mir war das so. Früh in die Stadt, abends zurück, immer dasselbe. Meine Kalenderseiten blieben weiß, die Aussicht auf ausgiebiges Lesen schwarz. Abends war immer irgendwas, oder ich war zu müde, um irgendwas zu machen. Ich fühlte mich enttäuscht davon, wie wenig ich eigentlich aktiv schaffte, im Vergleich zur Zeit im Studentenwohnheimzimmer. Aber was tut man, wenn man unzufrieden ist? Richtig, entweder etwas ändern oder das Beste daraus machen! Egal, ob ihr den Wechsel von der Uni ins Büro kennt, oder schon länger in der Arbeitswelt unterwegs seid – überlegen wir uns doch mal, wie wir unsere Zeit sinnvoll nutzen!

Ausrufezeichen setzen

Was ist euch eigentlich wichtig? Müssen es fünf Bücher im Monat sein, muss das Fenster unbedingt 100 % sauber geputzt werden, ist der Chat mit der ehemaligen Kollegin jetzt wirklich dringend? Streicht unwichtige Dinge aus eurer To-Do-Liste (egal, ob im Kopf oder auf Papier). So akzeptiere ich zum Beispiel, dass ich während des Praktikums weniger lese, weniger gewissenhaft meinen Kalender führe und nach einem Wochenendtrip nicht unbedingt meinen Mittwochsblogpost gebacken kriege. Es gibt aber Dinge, auf die ich keinesfalls verzichten will: der tägliche Kontakt mit alten Freunden, regelmäßiger Sport, gesunde Ernährung. Was sind Dinge und Menschen, die ihr in euren engeren Zeitrahmen mitnehmen möchtet, was dagegen kann über Bord geworfen werden?

Mit der Zeit statt gegen die Uhr

Wenn ihr eure Prioritäten kennt, schnappt euch euren Kalender und überlegt, wo ihr die Zeitfenster dafür schaffen könnt! Ihr seid abends nach der Arbeit zu müde oder zu abgelenkt, um zu lesen? Ich stehe seit kurzem einfach eine halbe Stunde früher auf, um morgens Zeit für die aktuelle Lektüre zu haben. Vielleicht wäre das auch für euch eine Option? Auch meinen Abend habe ich grob eingeteilt: Vor neun Uhr mache ich ggf. Erledigungen wie Haushalt, etwas fürs Studium durchlesen oder einen Blogpost schreiben. Danach ist konsequent Freizeit, in der ich mit Freunden schreiben oder Serien suchten kann. Im Studium gibt es viel mehr Zeitfenster und mehr Möglichkeiten, sich zu organisieren. Da dies gerade wegfällt, hilft mir die neue Einteilung sehr. Ich habe nicht mehr das Gefühl, alles planlos vor mir herzuschieben – probiert es mal aus!

Vom Hörsaal ins Praktikum
Weniger Zeitfenster vs. eine klarere Trennung von Job und Freizeit – gefällt euch eigentlich der Unialltag oder die Arbeitswelt besser?

Kein Stress

Ihr kennt bestimmt die Sache mit den guten Vorsätzen: Da hat man eigentlich schon die Sachen fürs Gym nach der Arbeit gepackt und dann geht man doch nicht hin. Das Buch liegt auf dem Nachttisch bereit, aber das YouTube-Video ist dann doch spannender. Man wollte eigentlich noch Oma anrufen, ist aber eingeschlafen. Wir sind alle nur Menschen und keine Roboter, von daher baut euch am besten von Vornherein Puffer und Joker in euren Kalender ein. Jeder hat mal einen schlechten Tag, ist krank oder schlecht drauf.  Wenn eure neue Routine also mal nicht funktioniert, ärgert euch nicht, schaut nach vorne und macht es beim nächsten Mal besser!

Zum Abschluss gibt es jetzt noch eine kräftige Portion Positive Vibes. Klar ist das Studentenleben mit einer ganz eigenen Zeiteinteilung super – aber auch das Arbeitsleben hat seine Vorteile. Ihr habt zwar weniger Freizeit, in dieser aber gewöhnlich null für die Firma zu erledigen. Die Zeit gehört euch und ihr könnt euren Feierabend und euer Wochenende in vollen Zügen genießen (nebenbei mit einem besser gefüllten Geldbeutel)! Also: Macht das Beste aus eurer Zeit, egal, wie viel ihr davon habt!

Kennt ihr die Umstellung vom Hörsaal ins Praktikum oder in den Job? Wie organisiert ihr eure Freizeit und wo liegen die Schwierigkeiten?

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