Quer durch 09/18

Auch im September haben wir wieder einiges erlebt, Vorsätze gehalten und gebrochen und mit verschiedenen Dingen zu kämpfen gehabt. Seid gespannt!

Hast du dein Ziel für September erreicht?

Iris: Ich wollte mich vom Stress nicht vereinnahmen lassen und auf meine Gesundheit achten. Hat nicht funktioniert, allerdings machte es mir dennoch relativ wenig aus. Also so halb-halb.

Franzi: Ich wollte wieder mehr zur Ruhe finden, mein Augenmerk auf mein Inneres richten und mehr lesen. Ersteres hat tatsächlich funktioniert, da ich mir bewusst Auszeiten genommen habe – gelesen habe ich aber sehr wenig.

Hat dich in diesem Monat jemand inspiriert oder konntest du etwas Neues lernen?

Iris: Ich fand das Collegeleben in Dublin und die Motivation der Studierenden zwischen Wissen, Engagement und Spaß sehr inspirierend. Andererseits: Wenn ich so hohe Studiengebühren zahlen müsste, würde ich meinen Allerwertesten wohl auch öfter in die Uni bewegen …

Franzi: Ein sehr extrovertierter und witziger Kollege hat leider unsere Firma verlassen und nun merke ich erst, wie sehr er die Gruppe zusammengehalten und belebt hat. Während ich seine Art früher wahrscheinlich anstrengend gefunden hätte, inspiriert sie mich heute zu mehr Gelassenheit und einem „Scheiß auf die Meinung anderer“-Gefühl.

Was hast du geschafft, worauf kannst du besonders stolz sein?

Iris: Ich bin allein nach Dublin und wieder zurückgereist und wunderbar zurechtgekommen. Ansonsten habe ich im September Vollzeit und sehr anspruchsvoll arbeiten müssen und auch das sehr gut gemeistert!

Franzi: Ein kleiner, aber feiner Höhepunkt des Monats war, als ich es im Zuge unseres Surftrips nach Bundoran, Irland, geschafft habe, für etwa drei Sekunden auf dem Brett Richtung Strand zu düsen (bevor ich einen maximal uneleganten Abflug machte).

Mit welchen Herausforderungen hattest du zu kämpfen?

Iris: Mit dem stundenlangen Sitzen: Ich habe täglich zwischen acht und zehn Stunden durchgearbeitet und musste noch zwei Stunden mit dem Auto pendeln. Da tut einem nicht nur der Hintern weh, sondern das komplette Gestell.

Franzi: Anstrengend waren einige Arbeitsevents, auf denen ich mich im Smalltalk, Händeschütteln und Banalitäten-Pingpong üben musste.

Was hat dich geärgert? Was hat dich gefreut?

Iris: Geärgert hat mich unprofessionelle Kommunikation im Arbeitsumfeld und dass Wertschätzung oft nicht selbstverständlich ist. Gefreut habe ich mich über unsere kunterbunte Zeit in Dublin und einen Wochenendtrip nach Köln & Aachen.

Franzi: Was mich in Irland ärgert, ist die Rückschrittlichkeit in Sachen Umweltschutz: Alles ist in Plastik verpackt, es gibt kein Pfandsystem, Wasser und Licht werden bedenkenlos verschwendet. Da ist noch viel Luft nach oben! Gefreut haben mich die vielen kulturellen Veranstaltungen in diesem Monat (Museen, Fotoausstellung, Live-Musik).

Was ist zwischenmenschlich passiert?

Iris: Ich war mal wieder erstaunt, wie viele Menschen sich nicht reflektieren oder aus ihren negativen Glaubenssätzen heraus handeln. Im September gab es aber auch viele schöne Momente mit Leuten, die mir nahestehen.

Franzi: Irgendwas passiert doch immer, aber an dieser Stelle will ich mal wieder betonen, dass das wichtigste doch immer die Freundschaften sind, die einen als Konstante im Leben über Wasser halten. Habt ihr euch heute schon bei eurer besten Freundin oder eurem besten Kumpel gemeldet?

Welche Blogposts hast du in diesem Monat verfasst?

Iris: Vorneweg ist an dieser Stelle eine Entschuldigung fällig, da sonntags gerade nur unregelmäßig Posts von mir erscheinen. Aufgrund einer Krankheit kann ich noch nicht abschätzen, wie lange diese Phase andauern wird. Immerhin habe ich im September Teil 1 und Teil 2 meiner Dublin-Reise mit euch geteilt 🙂 Auf Instagram bin ich für unseren Account in den Stories derzeit etwas mehr aktiv, falls ihr trotzdem up to date bleiben möchtet.

Franzi: Ich habe überlegt, inwiefern man im Ausland authentisch sein kann,  habe ein Rezept für irische Boxty für euch ausprobiert und meinen neuen Lieblingsgedichtband „A terrible beauty“ von W.B. Yeats vorgestellt.

Welchen Post von anderen Bloggern fandest du diesen Monat am besten und warum?

Iris: Ich mag die Aktion „Buchshit“ vom Blog Buchdrache: Eine Blogtour, bei der Blogger ihre größten Flopbücher vorstellen. Auf so einen Blogpost hätte ich auch Lust!

Franzi: Mir hat Idas Rezension zum Klassiker „Die Vermessung der Welt“ von Daniel Kehlmann auf ihrem Blog Ida´s Bookshelf eine interessante Perspektive auf das Buch gegeben – ich habe es selbst im Juli gelesen und war eher enttäuscht, da ich durch die wirren Handlungsstränge weder nachhaltige Fakten mitnehmen noch dem Humor etwas abgewinnen konnte. Die ausgewählten Zitate im Blogpost haben mir aber gefallen und ich habe mich an die positiven Seiten des Werkes erinnert.

Was hast du im letzten Monat an Medieninhalten rezipiert?

Iris

Der Tod greift nicht daneben von Jörg Maurer: Maurers Romane sind für mich die Sitcoms unter den Büchern: unterhaltsam, berieselnd und so semi lustig. Perfekt für den Urlaub und schlechte Laune. Inhaltlich waren es mir wieder eindeutig zu viele austauschbare Figuren, der komplexe Plot hat mich jedoch positiv überrascht.

Orange is the new black (Staffel 6): Die Staffel hat mir sehr gut gefallen, der leicht stumpfe und doch kritische Humor kam diesmal besonders gut heraus. Auch die Kameraführung hat sich kreativ weiterentwickelt. Ich hoffe, nun endlich weniger von Piper Chapman zu sehen …

Song des Monats: Das war die Ballade „Frühling in Paris“ von Rammstein. Ich mag die Melodie sowie die französischen Lyrics im Refrain (Aussprache optimierbar, haha).

Franzi:

Der Tod greift nicht daneben von Jörg Maurer: Auch ich habe den Maurerkrimi gelesen. Der unverkennbare Wortwitz, die Parodien auf die stereotypischen Bergbewohner und die kreativen Nebengeschichten haben bei mir wieder einmal für einen kurzweiligen Lesegenuss gesorgt. Den Kriminalfall an sich fand ich etwas verwirrend. Ein dickes Minus gibt es zudem für die seit Band eins sehr austauschbaren Hauptfiguren.

Dubliners von James Joyce: Eine Ansammlung von Kurzgeschichten, die den Alltag verschiedener Dubliner Bewohner zu Beginn des 20. Jahrhunderts skizziert. Ich habe bisher drei Geschichten gelesen, für die mein Englisch aber wahrscheinlich zu schlecht ist, um hinter der völlig banalen Handlung (z.B. geht es um drei Knaben, die die Schule schwänzen und mit einem alten Mann reden) eine tiefere Botschaft zu erkennen.

A terrible beauty is born von W.B. Yeats: In meiner Rezension erfahrt ihr, warum ich den Gedichtband empfehlen kann. Ideal für einen kurzen Lesegenuss zwischendurch!

Bloodline (Staffel 1, abgebrochen): Ein komplexes Familiendrama mit guten Schauspielern und einer interessanten Stilistik, zu dem ich allerdings nur selten kam, weswegen ich den Anschluss verloren habe. Vielleicht fange ich sie nochmal von vorne an!

Song des Monats: Zum Entspannen hörte ich am liebsten „The Humming“ von Enya. Ihre Songs würde ich oftmals als Seelen- oder Gedankenreise beschreiben.

Was nimmst du dir für Oktober vor?

Iris: Nach dem anstrengenden Arbeitsmonat wieder mehr zu mir selbst finden, mich reflektieren, zwischenmenschliche Relationen stärken und endlich wieder mehr Sport treiben!

Franzi: Ich will mich an zumindest fünf Tagen in der Woche an meine neue Morgenroutine (mit Lesen und Nachrichten als festem Bestandteil) und an mindestens zwei Tagen an meine Abendroutine (mit Kontakte pflegen und Entspannung) halten. Das gibt mir in all dem Wirbel zwischen Unternehmungen und Menschen Halt und Energie.

Hier könnt ihr unseren letzten Rückblick vom August 2018 lesen.

Übrigens dürft ihr euch diese Fragen kopieren, auf uns als Quelle verlinken und damit selbst einen Monatsrückblick schreiben – wir würden uns sehr freuen, von euren Erlebnissen und Gedanken zu hören! 🙂

Wie ist euer September verlaufen und was nehmt ihr euch für Oktober vor?

2 thoughts on “Quer durch 09/18

  1. Hallo ihr beiden!
    Das nenne ich mal einen turbulenten und spannenden Monat! Ich mag diese Art von Monatsrückblick sehr gern – anhand des Frage-Antwort-Aufbaus liest es sich auch sehr angenehm. 🙂 Übrigens finde ich es super, dass meine Rezension die schönen Momente von „Die Vermessung der Welt“ in Erinnerung rufen konnte, auch wenn Franzi das Buch selber vielleicht nicht so angesprochen hat. <3
    Habt noch einen wunderbaren Restsonntag!
    Liebste Grüße,
    Ida

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