Eine Woche Dublin – Teil 2/2

Im zweiten Teil von einer Woche Dublin berichte ich euch, was wir an den Tagen vier bis sieben so alles angestellt haben. So viel sei verraten: Es beginnt mit einem Klippenspaziergang und endet mit einer Wikingertour. Wer sich nun fragt, worum es geht: Hier gelangt ihr zum ersten Teil!

Tag 4: Cliff Walk Howth & Party

Howth ist die größte Stadt auf der irischen Halbinsel Howth Head, die nördlich von Dublin liegt. Die Stadt ist ein beliebtes Ausflugsziel für Städter, Touristen und Naturliebhaber, die die irische Seele verspüren möchten. So haben auch wir uns am vierten Tag meines Aufenthalts zunächst in der Abbey Tavern für einen Fisherman’s Pie gesetzt und anschließend einen Klippenspaziergang unternommen, den ich euch wirklich ans Herz legen kann. Wir sind direkt mit der örtlichen Bahn DART auf die Halbinsel gefahren (6 € gesamt).

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Strand und wilde Klippen – so romantisch ist es in Howth.

Anschließend kauften wir im Supermarkt Tesco Bier und Tiefkühlpizza, bevor es auf eine abgefahrene Hausparty ging. Leider vergaßen wir dort, die Unterlage der Pizza wegzunehmen, weshalb die Gastgeber nun leichte Spuren geschmolzenen Plastiks an ihrem Rost vorfinden könnten – ups. Mit Bierpong, Rage Cage und Rammstein floss das Bier in Strömen, anschließend tanzten wir uns in einem Club die Seele aus dem Leib. Das tat gut!

Tag 5: Stadtbummel & St. Stephens Green-Park

Da wir am Vorabend nicht zuhause übernachtet hatten, sind wir an Tag fünf in einem Café frühstücken gegangen. Wir bestellten ein „Irish Breakfast Sandwich“ und bekamen einen Toast mit Bratwürsten, Ei und Käse. Interessant. Da wir spontan keine Lust auf ein bestimmtes Ziel hatten, ließen wir uns einfach weiter durch die Stadt treiben, setzten uns in den Park St. Stephen’s Green und aßen später Eis in Temple Bar.

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Je 5 € kostete einer dieser leckeren Eisbecher von Cloud Nine.

Tag 6: College & Writer’s Museum

An diesem Tag startete die Freshers‘ Week für alle Erstsemester am renommierten Trinity College, welches als beste Uni Irlands gilt. Die Societies bauten ihre Stände auf und überall herrschte reges Treiben. Wer mag, kann dort dem Book of Kells einen Besuch abstatten (wir verzichteten darauf).

Danach gingen wir ins Dublin Writers Museum und lernten etwas über die irischen Literaten James Joyce („Ulysses“), Bram Stoker („Dracula“), Oscar Wilde („The Picture of Dorian Gray“) und viele mehr. Im hinteren Teil des Museums befindet sich ein Book Shop, in dem wir alte Klassiker extrem günstig gekauft haben, so wanderte zum Beispiel eine Gesamtausgabe von Oscar Wildes Werken für nur 9,99 € in meine Reisetasche.

Der Eintritt kostet für Studierende 6,30 €.

Im Anschluss aßen wir ein traditionelles irisches Gericht (irgendwas mit Steak, das sich dann als Schweinebraten auf Kartoffelstampf herausstellte) im altehrwürdigen Pub Murray’s.

Tag 7: Viking Splash Tour

Den letzten Tag startete ich in einem Frühstückscafé direkt am Liffey, da Franzi vormittags arbeiten musste. Wir trafen uns mittags in einem italienischem Restaurant, bevor unsere gebuchte Viking Splash Tour um 14 Uhr startete. Dabei setzt man Wikingerhelme auf und fährt mit einem Amphibienfahrzeug durch die Stadt (22 €). Unsere Meinung: Eine richtige Stadtführung kann dadurch nicht ersetzt werden, Spaß macht die Tour trotzdem allemal, wenn man zu viel Zeit und Geld über hat.

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Das Vehikel fährt erst durch die Stadt und später durch den Fluss.
Eine Woche Dublin
Das sind unsere beiden Kloßköpfe – wie sanft schaukelnde Klöße fühlten wir uns in diesen Schwimmwesten tatsächlich!

Zuhause angekommen, hieß es für mich nach einer abwechslungsreichen und lustigen Woche dann packen. Da ich nachts nicht in die Stadt zum Shuttlebus gekommen wäre (letzte S-Bahn fährt gegen 00.45 Uhr), haben wir den ganzen Abend lang die Zeit in verschiedenen Pubs totgeschlagen. Letzendlich bin ich doch gegen 1 Uhr mit dem Aircoach zurück zum Flughafen gefahren.

Abreise: Dublin -> Passau

Yay, die Sicherheitskontrollen öffneten erst um 4 Uhr ihre Pforten, weshalb ich drei Stunden in der eiskalten Eingangshalle ausharren musste. Zu müde zum Lesen, zu wach zum Schlafen, blieb mir lediglich existieren und atmen übrig. Anschließend torkelte ich schlaftrunken durch die Kontrolle und erfuhr, dass mein Gate erst in zwei Stunden bekanntgegeben wird. Der Flug war unauffällig und leiser als der Hinflug, anschließend herrschte allerdings S-Bahn-Chaos in München, sodass ich über Umwege nochmal länger bis nach Passau gebraucht habe. Letztendlich war ich nach 34 Stunden ohne Schlaf endlich in meinem Bett. Merke: Nie wieder diese frühen Flüge buchen, auch wenn sie spottbillig sind!

Fazit von einer Woche Dublin

Die Woche hat mir sehr viel Spaß gemacht, weil wir uns dort wirklich ausleben konnten und keinen vollgestopften Touri-Plänen hinterhergerannt sind. Die Partys waren allesamt Highlights, ansonsten gefiel mir der Cliff Walk auf Howth Head am meisten. Die vielen Blumenkästen an den Hausfassaden sind anstelle von Hochhäusern ein abwechslungsreicher Anblick. Das nächste Mal fliege ich übrigens über Weihnachten nach Irland – dann besichtigen wir weitere Städte und Landschaften!

Habt ihr schon mal einen der Orte oder Irland besucht?

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