Quer durch 08/18

Auch im August haben wir wieder einiges erlebt, Vorsätze gehalten und gebrochen und mit verschiedenen Dingen zu kämpfen gehabt. Seid gespannt!

Hast du dein Ziel für August erreicht?

Franzi: Ich hatte keine konkreten Ziele, sondern hatte zunächst auf gute erste Eindrücke in meinem Auslandspraktikum in Dublin gehofft – das ging in Erfüllung!

Iris: Ich wollte mich dem Erlernen der Meditation widmen, hatte aber ein paar akutere Probleme zu bewältigen, zu denen ich aktuell Literatur lese. Außerdem wollte ich zu Franzi nach Dublin fliegen, wo ich aktuell auch gerade bin – juhu! Was wir die ganze Woche über so treiben, könnt ihr in unserer Instastory mitverfolgen.

Hat dich in diesem Monat jemand inspiriert oder konntest du etwas Neues lernen?

Franzi: Mich hat positiv überrascht, wie hilfsbereit die Menschen in Dublin sind, beispielsweise als ich mich verlaufen hatte, stirnrunzelnd in mein Handy schaute und sofort angesprochen wurde, ob ich Hilfe bräuchte. Oder als ich meine Einkäufe in eine Papiertüte packte und mir die Frau in der Schlange hinter freundlich mir ihre stabilere Plastiktüte anbot. Natürlich steckt in dem allgegenwärtigen „How are you“ mehr Oberflächlichkeit als echtes Interesse, dennoch finde ich die zwischenmenschliche Aufmerksamkeit inspirierend.

Iris: Inspiriert hat mich folgende Aktion: Ein Freund und ich sind joggen gewesen, als wir auf die verrückte Idee kamen, in voller Montur in den Fluss Inn zu rennen – gesagt, getan!. Mein Leben braucht definitiv mehr vom „Scheiß‘ drauf“- und weniger vom „Was werden die Nachbarn denken?“-Gefühl!

Was hast du geschafft, worauf kannst du besonders stolz sein?

Franzi: Ich bin stolz auf die letzten Samstage, an denen ich mich mit einem Kollegen stundenlang auf dem Fahrrad gequält habe (was natürlich dennoch Spaß gemacht hat). Besonders freue ich mich, eine von diesen Touren mit Iris zu wiederholen!

Iris: Stolz ist eigentlich das falsche Wort, aber ich bin sehr erleichtert und froh, einen schmerzhaften Arztbesuch hinter mich gebracht zu haben. Es sind zwar alle Worst Case-Szenarien eingetreten, aber anhand dieser Zeilen könnt ihr schließen, dass ich es überlebt habe. (Ja, ich hege einen Drang zur Dramatik). Und mich aus einem zwischenmenschlichen Konstrukt zu lösen, das mir nicht guttat.

Mit welchen Herausforderungen hattest du zu kämpfen?

Franzi: In den letzten Wochen stürzten unglaublich viele neue Eindrücke auf mich ein und auch der ungewohnte soziale „Overload“ kostete mich Energie. Zum Glück geben mir die (Fern-)Gespräche mit Iris sowie die Ausflüchte in die Natur oder in mein Zimmer viel Kraft zurück.

Iris: Eine fiese Infektion zu überstehen, bei der sich mein Körper dachte, dass er sie bei hochsommerlichen Temperaturen doch einfach mit Fieber und Schwitzen bekämpfen kann. Aber davon nicht genug, mein ganzes System spielt gerade einfach nur verrückt und braucht besondere Zuwendung.

Was hat dich geärgert? Was hat dich gefreut?

Franzi: Gefreut haben mich die neuen Kontakte vor Ort. Außerdem genieße ich den Luxus, für das nächste halbe Jahr über einen Feierabend und ein Wochenende zu verfügen – noch vor kurzem im Studium unvorstellbar. Geärgert habe ich mich manchmal über mich selbst, wenn ich gegenüber englischsprachigen Leuten lieber schnell etwas gemurmelt habe, anstatt den Mut zu ordentlich formulierten Sätzen zu haben.

Iris: Gefreut hat mich am meisten die Reise nach Dublin, auf die ich weder Laptop noch Diensthandy mitgenommen habe. So befreiend! Und über neue Kontakte, die ich geknüpft habe. Geärgert habe ich mich vor allem über mich selbst, weil ich mich von anderen geringschätzend behandeln habe lassen. Definitiv ein Rückschritt in meiner persönlichen Entwicklung.

Was ist zwischenmenschlich passiert?

Franzi: Ich habe viele neue Leute kennengelernt. Dass die Kontakte meist oberflächlich bleiben, nehme ich für den gemeinsam erlebten Spaß in Kauf. Umso mehr freue ich mich über einen besonderen Kontakt, mit dem mich fast so etwas wie Freundschaft verbindet.

Iris: Alles – die ganze Bandbreite. Am meisten überrascht haben mich jedoch meine Freunde, die mir in den dunkelsten Stunden (nein, nicht wegen dem bisschen „Liebeskummer“!) verlässlich beigestanden sind. Aber da sie unseren Blog leider nicht lesen (haha), werde ich mich wohl nochmal extra bei ihnen bedanken.

Welche Blogposts hast du in diesem Monat verfasst?

Franzi: Ich habe ein Interview mit einem DJ und Musikproduzenten geführt, meine ersten Eindrücke vom Auslandspraktikum in Dublin geschildert und überlegt, warum Ja sagen eine Lebenseinstellung ist. Außerdem habe ich Tipps für eine Fernfreundschaft gegeben und erzählt, wie ich das Joggen neu entdeckt habe.

Iris: Ich habe euch meine 5 Lieblingsserien kurz rezensiert, ein Gedankenexperiment zum Schubladendenken durchgeführt, überlegt, wann es an der Zeit zu gehen ist und die drei Ich-Zustände in uns vorgestellt.

Welchen Post von anderen Bloggern fandest du diesen Monat am besten und warum?

Franzi: Ich mochte Alexandras Post Der selbstbewusste Schriftsteller auf dem Blog Wortinseln. Mit der Scham oder Unsicherheit, über sein Hobby Schreiben zu sprechen, konnte ich mich gut identifizieren und fand ihre witzig verpackten Tipps super hilfreich für alle Autoren und Hobbyschreiber!

Iris: Ich liebe den Blogpost Weiches Watt, tosender Wind und salzige Meeresluft: Unser Kurzurlaub an der Nordsee auf Miriams fernsicht.blog. Das Nordseefeeling schwappte sofort wieder auf mich über, denn mein letzter Besuch liegt schon einige Jahre zurück.

Was hast du im letzten Monat an Medieninhalten rezipiert?

Franzi:

Die Schatzinsel von Robert Louis Stevenson: Eine recht unterhaltsame Kindergeschichte, deren märchenhafte Sprache mir gefallen hat. Als es aber nur noch um Seeschlachten ging, verlor ich das Interesse und brach den Roman ab.

Hamlet von William Shakespeare: Ein klassisches Theaterstück, bei dem mir vor allem die metaphorische Sprache und die tiefgründigen Denkanstöße gefielen. Neben der bekannten „Sein oder nicht sein“-Frage geht es zum Beispiel um Authentizität, Freundschaft, Ansprüche im Leben und die Oberflächlichkeit der Gesellschaft.

Iris: 

Rot wie das Meer von Maggie Stiefvater: Eine moderne Pferdegeschichte für junge Erwachsene, die melancholisches Inselfeeling aufkommen lässt. Nichts für den Urlaub, sondern eher für schwermütige Winterabende – mich zog es beim Lesen jedenfalls runter. Der Schreibstil ist zum Glück nicht so abstrakt wie in ihrer Ravenboys-Reihe. Für meinen Geschmack hat das Buch viel zu viele Längen, um als spannend durchzugehen, denn nach den 426 Seiten fragte ich mich, was ich da eigentlich tagelang gelesen habe.

Emma, der Faun und das vergessene Buch von Mechthild Gläser: Kreative Idee, eine Art Hommage an Jane Austen einzubauen, allerdings war mir die Sprache, wie schon in ihrem „Die Buchspringer“ zu kindlich, selbst für ein Jugendbuch. Ihr Schreibstil adressiert sich in meinen Augen an sehr junge Teenager, allerdings kennen diese im Normalfall weder Werke von Goethe noch Austen, auf die sich Gläser in beiden genannten Büchern bezieht. Eine Verfehlung der Zielgruppe? Und ich hätte gerne eine Auflösung gehabt, welche Figur im Buch von welcher Austen-Figur inspiriert wurde.

Der Alchimist von Paulo Coelho: Inspirierendes Werk, das ich irgendwann nochmal mit mehr Zeit und Muse lesen muss. Ohne die beiden Faktoren fühle ich mich nicht in der Lage das Buch als Ganzes zu begreifen.

Was nimmst du dir für September vor?

Franzi: Im September will ich zwar weiterhin Ausflüge unternehmen, den Moment genießen und mich mit Leuten treffen, aber wieder mehr zur Ruhe finden, mein Augenmerk auf mein Inneres richten und mehr lesen.

Iris: Gesund zu werden und auch in stressigen Zeiten in mir selbst zu ruhen. Langweilig, aber notwendig!

Hier könnt ihr unseren letzten Rückblick vom Juli 2018 lesen.

Übrigens dürft ihr euch diese Fragen kopieren, auf uns als Quelle verlinken und damit selbst einen Monatsrückblick schreiben – wir würden uns sehr freuen, von euren Erlebnissen und Gedanken zu hören! 🙂

Wie ist euer August verlaufen und was nehmt ihr euch im September vor?

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