Joggen neu entdeckt

Heute gibt es mal keine philosophischen Gedanken, die zum besinnlichen Teetrinken und Keksefuttern einladen – stattdessen schlüpfen wir imaginär in die Turnschuhe und reden über Sport! Seit ich hier in Dublin wohne, gehe ich nämlich wieder joggen. Ihr habt richtig gehört: Ich, die pfeifende Dampflok mit Tomatenkopf, gehe regelmäßig laufen. Ursprünglich hatte ich mir vorgenommen, meine Workouts (von Jillian, Mark Lauren oder in Form von eigenen Fitnessplänen) im Zimmer durchzuziehen. Ratet, wer seither nicht ein einziges Mal in den vier Wänden herumgehüpft ist. Stattdessen spurte ich motiviert am Sandymount Beach entlang. Welche Faktoren sind es, die mich dazu gebracht haben, wieder mit dem Laufen anzufangen? Und warum sollten auch die Couchpotatoes unter euch mal wieder zu den Joggingschuhen greifen?

Warum mit dem Joggen anfangen?

  • Draußen zuhause: In Deutschland habe ich vor meiner Haustür keine schönen Strecken, es sei denn, ihr würdet die Grünflächen des Unicampus als idyllisch bezeichnen. Hier bin ich so von der Umgebung in der Stadt oder am Strand abgelenkt, dass mir die Anstrengung gar nicht auffällt. Dazu kommt der Vorteil, dass fast alle Strecken eben sind – meine Grenze erreiche ich lieber, indem ich im Sand laufe oder Liegestützen und andere Übungen an die Laufeinheit anhänge.
  • Zusammen ist man nicht allein: Zum Glück habe ich hier einen Kollegen gefunden, mit dem ich mindestens einmal pro Woche gemeinsam laufe. Er ist der ideale Partner, weil die Gespräche mit ihm ablenken, weil er ein viel höheres Fitnesslevel hat und weil er trotzdem Rücksicht nimmt und mich motiviert. Trainiert ihr gerne zusammen? Wie sieht euer idealer Laufpartner aus?
  • Ausgleich zur Arbeit: Während des Studiums bevorzugte ich eher kurze, intensive Sporteinheiten, die ich praktisch in den Vorlesungsplan einschieben konnte. Dagegen bin ich froh, wenn ich nach dem stundenlangen Herumsitzen im Büro eine Strecke mit eigener Muskelkraft an der frischen Luft zurücklegen kann. Unglaublich entspannend!
  • Fortschritte in kürzester Zeit: Schon nach nur dreimaligem Laufen fühlte sich die Strecke nur noch halb so schlimm an, ich hatte seltener Seitenstechen und meine Beine hielten länger durch. Auch wenn das ziemlich offensichtlich ist – ich hatte es selbst unterschätzt, wie schnell ich besser werde, und war deswegen dauerhaft demotiviert, wieder mit dem ach so anstrengenden Laufen zu beginnen. Also bleibt dran und motiviert euch selbst durch eure Erfolge!
  • Nachhaltig fit: Nach dem Joggen fühle ich mich mittlerweile richtig gut. Oft ist das Laufen ein solcher Energieboost, dass ich hinterher sogar Lust habe, noch etwas zu unternehmen. Und auch im Alltag bemerke ich die wachsende Ausdauer. Definitiv ein Grund, zu den Turnschuhen zu greifen!

Ehrlich gesagt schätze ich, dass ich zurück in der Heimat wieder lieber Kraftsport (oder gerne eine ganz neue Sportart) betreibe, statt im trostlosen, steilen Wohnviertel laufen zu gehen. Aber das ist völlig okay für mich, denn warum sollte man nicht zeitweise einfach mal etwas anderes ausprobieren? Momentan lege ich den Fokus mal auf Ausdauer und gebe einfach mein Bestes. Verändert ihr auch gerne mal eure Sportroutine?

Welche Gründe gab es für euch, (wieder) mit dem Laufen anzufangen? Inwiefern hing das von anderen Menschen oder der Umgebung ab?

Quelle Beitragsbild: Pixabay

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