Mithelfen im Tierschutz

Tiere liegen euch am Herzen? Ihr würdet euch gerne im Tierschutz engagieren? Eine gute Entscheidung! Nur wie? Spenden oder doch lieber Zeit aufwenden? Ich gebe euch heute mal einen Überblick über die verschiedenen Möglichkeiten und erzähle euch von meinen Erfahrungen damit.

Tierschutzorganisationen

Sie leisten einen wichtigen Beitrag zum Tierschutz – ob in der ganzen Welt oder auch eingegrenzt auf eine bestimmte Region. Zu den größeren seriösen Organisationen zählt beispielsweise der Deutsche Tierschutzbund e.V. Iris und ich haben dort letztes Jahr zu Weihnachten gespendet (in Iris´ Blogpost über Last Minute-Geschenke erfahrt ihr mehr!). Mit anderen Organisationen habe ich noch keine Erfahrungen gemacht, namhafte Vertreter wie Vier Pfoten, PETA und WWF dürften aber auch vertrauenswürdige Anlaufstellen sein. Es lohnt sich außerdem, in der eigenen Stadt oder Region nach Gnadenhöfen, Wildtierstationen oder Tiertafeln Ausschau zu halten. Es gibt so viele Brennpunkte von illegalem Welpenhandel über Massentierhaltung bis hin zu Tierversuchen – findet heraus, was euch am meisten am Herzen liegt und macht Geld dafür locker!

Flugpatenschaft und Engagement für Straßenhunde

Über Portale wie www.flugpate.com könnt ihr die Flugdaten eures nächsten Urlaubs eingeben, die an ausländische Tierschutzorganisationen weitergeleitet werden. So kann ein Tier aus dem Urlaubsland unter eurem Namen im Flieger nach Deutschland transportiert werden, wo es am Flughafen von Tierschützern abgeholt und an bereits ausgemachte Interessenten übergeben wird. Eigene Erfahrungen habe ich damit noch nicht gesammelt. Prinzipiell finde ich die Idee aber super, einem Tier ein besseres Leben in Deutschland zu ermöglichen, solange man die Organisation dahinter mit gesundem Menschenverstand überprüft. Habt ihr schon Erfahrungen als Flugpate oder Flugpatin gesammelt? Meist stecken hinter den Tieren einer Flugpatenschaft Straßenhunde, die direkt aufgegriffen oder aus Tötungsstationen gerettet werden. Wenn ihr einer Flugpatenschaft unschlüssig gegenübersteht, ist meiner Meinung nach auch die Kastration durch Tierärzte vor Ort eine gute und nachhaltige Lösung, um die Verbreitung „unerwünschter“ Straßenhunde einzudämmen und sich in diesem Bereich zu engagieren. Auch hierfür gibt es viele Spendenaktionen!

Mithelfen im Tierschutz
Es gibt viele Möglichkeiten, sich für Tiere zu engagieren – erkundigt euch z.B. in eurem Tierheim vor Ort, was ihr tun könnt!

Hilfe im Tierheim

Tierheime sind besser als ihr Ruf – und es gibt so viele Möglichkeiten, euch zu engagieren! Fragt am besten bei eurem Tierheim vor Ort nach, was ihr tun könnt. Aus meiner Erfahrung beim Tierheim Würzburg kann ich euch empfehlen:

  • Spenden: Im Tierheim fallen immens hohe Summen für Futter, Medikamente, Ausstattung, Gebäude und Nebenkosten an. Neben Geld könnt ihr aber auch Sachspenden abgeben, z.B. Näpfe, Kleintierstreu oder sogar alte Decken, Badvorleger und Bettwäsche (ihr würdet staunen, womit die Hundekörbe so alles ausgepolstert werden).
  • Gassigehen: eine gute Tat, die den Tierpflegern Arbeit abnimmt und die dem Hund und euch gleichermaßen Spaß macht! Je nach Tierheim macht ihr telefonisch aus, wann ihr vorbeikommt, oder es gibt feste Ausführzeiten. Habt keine Angst vor der Verantwortung: Die Pfleger achten darauf, dass ihr dem Hund an der Leine bezüglich Kraft und Wesen gewachsen seid!
  • Patenschaft: Für alle, die ein bestimmtes Tier unterstützen möchten, ist eine Patenschaft eine tolle Sache. Beim Tierheim Würzburg z.B. spendet man monatlich einen bestimmten Betrag für das Tier und darf bei Hunden zudem sogenannte Patentage unternehmen. Auch ich hatte damals eine Patenhündin, mit der ich joggen ging, Kommandos übte oder auch nur in meinem Zimmer relaxte. Natürlich entsteht so eine emotionale Bindung, durch die der Abschied vom Tier bei der Vermittlung schwerfällt. Davon abgesehen überwiegt aber natürlich die Freude und es ist super für die Hunde, eine Bezugsperson zu gewinnen. Wichtig dabei finde ich nur, dass ihr das Wohl des Tieres an die erste Stelle rückt. So macht es natürlich mehr Spaß, den Hund auf den Familienausflug mitzuschleifen – für viele Tierheimbewohner bedeutet das aber puren Stress und sie fühlen sich sichtlich wohler, wenn ihr euch mit ihnen in vertrauter Umgebung beschäftigt.
  • Mitarbeit: Mein Favorit ist es, im Tierheim mitzuhelfen! In meinem Blogpost „Ein Tag im Tierheim“ habe ich euch geschildert, welche Aufgaben dabei anfallen. Es gibt neben dem Tagesgeschäft aber auch viele andere Möglichkeiten. So suchen viele Tierheime nach privaten Aufzuchtstationen für verletzte Vögel oder Igel, nach Fahrern für Tierabholungen und -kontrollen oder auch nach Kuchenbäckern für das nächste Sommerfest. 😉 Fragt einfach mal nach!
Mithelfen im Tierschutz
Patentage mit Hündin Nanny waren eine schöne Sache. Ich finde es wichtig, einem Tierheimhund neue Dinge zu zeigen und beizubringen, ihn aber keinem unnötigen Stress auszusetzen.

Adoption

Tierschutz ist keinesfalls eine rein selbstlose Sache. Schließlich könnt ihr auch selbst Tiere in Not adoptieren! Die Tierheime sind rappelvoll mit liebenswerten Hunden, Katzen, Kleintieren und Exoten. Das beste Beispiel für einen absoluten Traumhund ist Iris´ Kelpie-Mix Leo (lest unbedingt seine „Geschichte eines Tierschutzhundes“) – ich bin bei jedem Besuch begeistert von diesem lebhaften, anhänglichen Witzbold. Habt also keine Angst vor dem schlechten Image und traut euch ins Tierheim!

Habt ihr euch schon einmal im Tierschutz engagiert? Was könnt ihr empfehlen?

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