Quer durch 05/18

Auch im Mai haben wir wieder einiges erlebt, Vorsätze gehalten und gebrochen und mit verschiedenen Dingen zu kämpfen gehabt. Seid gespannt!

1. Hast du dein Ziel für Mai erreicht?

Franzi: Ich wollte bei unserem Filmdreh im Studium mehr technische Erfahrung an der Kamera und bei der Postproduktion sammeln. Leider sind wir durch eine Terminverschiebung noch gar nicht zum Drehen gekommen, ich halte das aber mal für Juni fest. Außerdem hatte ich mir vorgenommen, öfters Inliner zu fahren – Ziel erreicht, einmal schaffte ich sogar eine weitere Strecke als sonst.

Iris: Ich wollte auf unserer Radtour nicht jammern, was bis auf wenige Minuten ganz am Ende in Wien auch geklappt hat. Die Hälfte der einen Hausarbeit habe ich auch (im Geiste, haha) geschrieben und meine Gefühlslage konnte ich dank Franzis Hilfe ebenfalls selbst therapieren. (Fast) alles geschafft!

2. Hat dich in diesem Monat jemand inspiriert oder konntest du etwas Neues lernen? 

Franzi: Auf der Zugheimfahrt von unserer Radreise nach Wien kam ich mit einem älteren Herrn ins Gespräch, der selbst regelmäßig mehrwöchige Radtouren entlang sämtlicher Flüsse Europas unternimmt. Mich inspirierte nicht nur seine Leistung (z.B. ist er schon nach Paris, Rom und Amsterdam geradelt), sondern vor allem seine unkomplizierte Einstellung. Weder ein teures Rad noch spezielle Kleidung oder Zubehörteile hielt er für wichtig – Hauptsache, der Sattel sei bequem („Treten ist nicht das Problem, nur sitzen können muss man!“). Er fährt jede Tagesetappe, so lange er möchte und sucht sich dann eine Unterkunft, alternativ hat er ein Zelt dabei. Ihr seht: Man kann die Dinge kompliziert machen – man kann aber auch mit Fahrrad und zwei Taschen einfach quer durch Europa radeln. Toll, oder?

Iris: Inspiriert haben Franzi und ich uns stark selbst, indem wir – zack zack – einfach eine dreitägige Radtour durchgeführt haben. Wir nannten uns liebevoll „mobile Therapiefahrräder“, weil wir während des Fahrens so vieles analysiert und verarbeitet haben, dass nahezu minütlich ein Heißluftballon mit Ballast von uns davongeschwebt ist. Ja, wir sind gelegentlich ein bisschen seltsam.

3. Was hast du geschafft, worauf kannst du besonders stolz sein? 

Franzi: Unseren Blog DSGVO-konform zu machen und in diesem Zuge selbst zu hosten, war gar nicht so leicht. Gemeinsam haben wir es aber dann ganz gut hingekriegt!

Iris: Ich habe sehr spontan ein Thema für meine Bachelorarbeit im nächsten Semester aus dem Boden stampfen müssen und sofort das Go dafür bekommen – juhu! Dabei ist mir aufgefallen, dass diese zu schreiben im nächsten Semester meine einzige Aufgabe sein wird, da ich mein Studium (versehentlich?) binnen 5 Semestern komplett durchgepowert habe. Das alles macht mich schon ein bisschen stolz, wenn auch mit einem Fragezeichen.

4. Mit welchen Herausforderungen hattest du zu kämpfen?

Franzi: Auch wenn unsere Radtour jetzt schon öfters erwähnt wurde, sie war eine echte Herausforderung – umso toller, dass wir dabei so positiv und gut gelaunt geblieben sind!

Iris: Ich bin ja nicht der kreativste Mensch, im Mai wurde mir aber in allen Bereichen sehr viel Einfallsreichtum abverlangt, vor allem, wenn es ums Schreiben ging. Da Kreativität bei mir immer etwas länger braucht, ich aber unter zeitlichem Druck stand, ging gar nichts mehr und ich verplemperte NOCH mehr Zeit als sonst für diese Aufgaben. Freue mich über eure Tipps zum Kreativ-Akku-Aufladen, bin nämlich langsam ratlos!

5. Was hat dich geärgert? Was hat dich gefreut? 

Franzi: In den letzten Wochen habe ich meine gesunde Ernährung schleifen lassen und zusätzlich zu lästigen Wassereinlagerungen ein paar Fettpolster angelegt, Schokolade und Keksen sei Dank. Das muss sich wieder ändern! Gefreut hat mich beim Besuch in meiner Heimat, dass ich mal wieder ausgiebig mit meinen Brüdern reden konnte.

Iris: Gefreut habe ich mich, dass ich intensiver Sport getrieben habe und meine Muskeln ohne Muskelkater fleißig weiter gewachsen sind. Geärgert habe ich mich hauptsächlich über unreifes Verhalten meiner Mitmenschen, das ich jedoch nicht (mehr) persönlich nehme.

6. Was ist zwischenmenschlich passiert?

Franzi: Ich habe die verklemmte Gesprächsdistanz zu einem Menschen überbrückt, den ich eigentlich schon lange kenne. Geheimtipp: Authentisch sein und sich öffnen!

Iris: Da ist ziemlich viel passiert! Kurzum wurden die Probleme, die andere mit sich selbst haben, auf mich projiziert. Feigheit und Unreife spielten dabei eine große Rolle. Ansonsten habe ich mal wieder neue Leute mit ähnlichen Interessen kennengelernt. Und wir haben uns bei Tinder angemeldet, oh mein Gott.

7. Welche Blogposts hast du in diesem Monat verfasst?

Franzi: Ich habe mein Tagebuch früher und heute verglichen, mich in „Sei gegrüßt, Murmeltier“ als Routinemensch geoutet und den perfekten Reisepartner beschrieben. Außerdem könnt ihr unsere Radtour von Passau nach Wien nachträglich miterleben. In „Neue Leute und ich“ habe ich neue Bekanntschaften mit Gästen in einem Haus verglichen.

Iris: Ich habe über das intolerante Mein-Studium-ist-schwerer-als-deines-Denken geschrieben, eine Rezension zu „Die Schicksalsknüpferin – Die Truische Klinge“ veröffentlicht, was ich vom Schlussmachen über WhatsApp halte, wie man sich mit Hilfe von Ordnung und Marie Kondo selbst neu erfindet, dass wir nun selbst hosten und wie man es 330 km lang im Fahrradsattel aushält, ohne dass der Hintern abfällt.

8. Welchen Post von anderen Bloggern fandest du diesen Monat am  besten und warum?

Franzi: Idas Reihe „6 Klassiker für 2018“ auf dem Blog Ida´s Bookshelf finde ich toll. Da wir momentan auch regelmäßig Klassiker rezipieren, ist da sicherlich die eine oder andere Inspiration dabei.

Iris: Ich mochte besonders den Beitrag „Selbstfindung: Niemals nie und nimmer“ von Myriam Klatt, in dem es darum geht, was man früher niemals tun wollte und nun doch tut.

9. Was hast du im letzten Monat an Medieninhalten rezipiert?

Franzi:

Das Leuchten der Magie von Peter V Brett: Der Abschluss der Dämonensaga gliedert sich in zwei Teile. Von diesem ersten Teil war ich enttäuscht, er ist ein reiner Lückenfüller für das Finale und Bretts Stil empfand ich teilweise wieder als sehr geschmacklos. Momentan lese ich den letzten Teil „Die Stimmen des Abgrunds“ und werde dann eine Review der ganzen Reihe posten!

Breaking Bad Staffel 4: Die Staffel dümpelt so vor sich hin, bleibt aber in sich stimmig und damit auf eine gewisse Art spannend. Besonders die Dialoge und der unkonventionelle Stil der Kameraführung haben mir wie in den Staffeln zuvor gefallen.

Iris:

Untenrum frei von Margarete Stokowski: Locker-flockiger Einstieg ins Thema Feminismus, Umgang mit Sexualität und einer ausführlichen Literaturliste zum Weiterlesen. Kann ich jeder und jedem nur ans Herz legen! Wer Stokowski nicht kennt: Lest doch mal ihre Kolumnen auf Spiegel Online!

Staffel 3 von Shadowhunters: Dieses Guilty Pleasure gönne ich mir allerhöchstens im Zug oder wenn ich komplett am Ende meiner geistigen Kräfte angelangt bin. Plumpe Dialoge, steife Schauspieler*innen und die langweilige Darstellungsweise ließen mich bis zum Midseason Finale gähnen.

10. Was nimmst du dir für Mai vor?

Franzi: Mein primäres Ziel im Juni ist, mich gesund zu ernähren und viel zu bewegen, damit ich mich wieder gesünder und besser fühle. Speckrolle (hoffentlich) ade!

Iris: Ich möchte wieder verstärkt meinen Planerkalender nutzen, darin Wochenziele festhalten sowie produktiver werden. Außerdem meine „negative Energie“ in Sport umwandeln, damit ich in keine depressiven Phasen mehr verfalle.

Hier könnt ihr unseren letzten Rückblick vom April 2018 lesen.

Übrigens dürft ihr euch diese Fragen kopieren, auf uns als Quelle verlinken und damit selbst einen Monatsrückblick schreiben – wir würden uns sehr freuen, von euren Erlebnissen und Gedanken zu hören! 🙂

Wie ist euer Mai verlaufen und was nehmt ihr euch für Juni vor?

2 thoughts on “Quer durch 05/18

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