Quer durch 04/18

Auch im April haben wir wieder einiges erlebt, Vorsätze gehalten und gebrochen und mit verschiedenen Dingen zu kämpfen gehabt. Seid gespannt!

1. Hast du dein Ziel für April erreicht?

Siri: Ich wollte wieder mehr lesen und mein Zimmer komplett entrümpeln. Beides habe ich mit Freuden im April getan! Wobei ich zugeben muss, dass ich beim Lesen oft ein schlechtes Gewissen habe, da ich in dieser Zeit genauso gut Fachliteratur lesen könnte …

Fran: Ich hatte mir vorgenommen, meinen Fitnessplan nach dem Buch „Fit ohne Geräte“ von Mark Lauren erfolgreich durchzuziehen – geschafft! Hier könnt ihr nachlesen, wie es gelaufen ist.

2. Hat dich in diesem Monat jemand inspiriert oder konntest du etwas Neues lernen? 

Siri: Oh ja, gewissermaßen hat mir ein Buch die Augen über die Massentierhaltung und unseren Fleischkonsum geöffnet und mich meine Prinzipien überdenken lassen.

Fran: Der Klassiker „Im Westen nichts Neues“ von Erich Maria Remarque hat mich im ersten Moment erschüttert und bedrückt, im zweiten Moment verspürte ich aber vor allem Dankbarkeit, dass wir hier in Frieden und Wohlstand leben können. Es geht nicht mal darum, angesichts des Elends anderer Menschen ein schlechtes Gewissen zu haben – ich will mir ab sofort einfach im positiven Sinne öfters bewusst machen, wie es gut es mir bei allen First-World-Problems eigentlich geht.

3. Was hast du geschafft, worauf kannst du besonders stolz sein? 

Siri: Ich war für einen Tag lang Chefredakteurin auf einer Veranstaltung und durfte dort im Zuge eines Seminars Liveblogging betreiben. Trotz akutem Schlafmangel (Partys, Arbeit, Uni und Freizeit vertragen sich irgendwie nicht miteinander) und komplett ohne Pausen war ich an diesem Tag zwar gestresst, aber ausgeglichen.

Fran: In diesem Semester steht ein großes Projekt mit einem externen Partner an, für den wir Filme produzieren und einen Website-Relaunch durchführen. Ich konnte meine Stärken in die Gruppe einbringen und habe mich über unsere großen Fortschritte im Team beim Konzeptionieren gefreut – im Mai und Juni folgt nun die Realisierung und ich fühle mich richtig motiviert.

4. Mit welchen Herausforderungen hattest du zu kämpfen?

Siri: Eine meiner zig Allergien ist mal wieder eskaliert, was mir sehr viel Juckreiz und noch mehr schlaflose Nächte, Kortison und Salben en masse verschafft hat. Dies führte zu weiteren körperlichen Problemen, wie Wassereinlagerungen, wofür mich das Sophia Thiel-Fitnessprogramm natürlich bestraft hat. Menno. Außerdem musste ich zwischenmenschlich mutig sein, Stichwort Verlustangst.

Fran: Um das Buch „Jeder ist beziehungsfähig“ (unten schreibe ich mehr dazu) habe ich mich lange gedrückt, da man sich aufwändig und ehrlich reflektieren und vieles überdenken muss. Die Suche nach dem „Schattenkind“ oder Analysen des eigenen Bindungs- oder Autonomieverhaltens sind mir nicht leicht gefallen. Umso mehr freue ich mich, dass ich das Buch durchgearbeitet habe und jetzt um so viele Erkenntnisse reicher bin.

5. Was hat dich geärgert? Was hat dich gefreut? 

 Siri: Mit der Arbeit habe ich diesen Monat sehr gehadert. Gefreut hat mich der Besuch von Fran in meiner bescheidenen Bude sowie mein eigener Besuch der Heimat.

Fran: Mich hat das lustige Wochenende bei Siri gefreut. Außerdem das traumhafte Frühlingswetter, bei dem ich endlich mal wieder Inliner fahren konnte.

6. Was ist zwischenmenschlich passiert?

Siri: Ich habe jemanden ziemlich schroff in seine Grenzen verwiesen, nachdem er permanent und unhöflich über meine getrampelt ist. Anschließend plagte mich ein schlechtes Gewissen, andererseits war die Person so unsensibel, dass es ihr gar nichts ausgemacht hat. Sehr interessant. Ansonsten habe ich ziemlich viele tolle, neue Kontakte in meinem Umfeld geknüpft!

Fran: Ich habe es nach viel zu langer Zeit höflichen Herumplänkelns endlich geschafft, bestimmten Menschen gegenüber authentisch zu sein. Dadurch ist der soziale Zwang endlich weg und man kann Positives aus den Begegnungen mitnehmen.

7. Welche Blogposts hast du in diesem Monat verfasst?

Siri: Da kam einiges zusammen: Es ging um unseren Urlaub in Rom, ein Buch namens  „Das Elixier der Jugend“, die Literaturepoche Realismus, meinen Planerkalender im Zuge der Selbstneuerfindung, die Frage, ob wir Vegetarier werden müssen, die Raven Boys-Reihe von Maggie Stiefvater, lyrische Gedanken über die Liebe und meine (Miss-)Erfolge beim Sophia Thiel-Programm.

Fran: Ich habe über den zweiten Teil unseres Urlaubs in Rom mit Ausflügen nach Neapel, zum Vesuv und nach Florenz berichtet. Außerdem bin ich endlich „zufrieden im Studium“, habe mir über die „Gratwanderung Höflichkeit“ Gedanken gemacht und mein 10-Wochen-Programm nach dem Buch „Fit ohne Geräte“ von Mark Lauren gezeigt. Siri und ich haben zudem unsere eReader Tolino Vision 4 und Kindle Voyage miteinander verglichen.

8. Welchen Post von anderen Bloggern fandest du diesen Monat am  besten und warum?

Siri: Ich fand den Beitrag Buchblogger 1×1 Special – DSGVO für Dummies von der Bücherschmökerin sehr hilfreich. Danke!

Fran: Ich fand Miriams Post „Aus Alltagsfrust wird Wanderlust“ auf ihrem Blog Fernsicht inspirierend – da bekommt man Lust, sofort loszuwandern!

9. Was hast du im letzten Monat an Medieninhalten rezipiert?

 Siri:

Wo das Dunkel schläft von Maggie Stiefvater: Verworrener Abschluss der Raven Boys-Reihe, die Symbolhaftigkeit wurde wirklich auf die Spitze getrieben. Zur gesamten Reihe habe ich auch einen Blogpost verfasst.

Staffel 4 von The Blacklist: Die widersprüchliche Zeichnung der Figur Elizabeth Keen paart sich mit langweiligen Kameraeinstellungen und platten Inhalten. Schade!

Tiere essen von Jonathan Safran Foer: Inwiefern mich das Buch zum Umdenken bewogen hat, könnt ihr hier nachlesen. Dafür bin ich dem Autor wirklich dankbar. Ansonsten finde ich das Layout furchtbar! Der Schriftsatz ist viel zu klein, die Gliederung wirr und die Übersetzung schrecklich, sodass man den amerikanischen Stil durchhört und sich fragt, ob sich Foer wirklich so dümmlich artikuliert. Teilweise bleiben Sätze auch zweideutig – hätten die drei (!) Übersetzer das nicht besser hinbekommen können? Inhaltlich hätte ich mir in der Mitte des Buches weniger Ich-Perspektive gewünscht und stattdessen mehr Ethik.

Die Geschichte des verlorenen Kindes von Elena Ferrante (Hörbuch): Immer noch eines der kurzweiligsten Hörbuch-Vergnügungen, aber inhaltlich und dramaturgisch der schwächste Band. Die gewollt abstrakten Vergleiche von Lila kamen bei mir einfach nicht an, Details zu der Auflösung fehlten mir und warum ich mir ausufernde Details über irgendwelche Statuen und Neapel anhören musste, frage ich mich auch. Schwacher Abschluss der gesamten Reihe!

Fran:

Schattenmelodie von Daphne Unruh: Genau wie den ersten Band vor einigen Monate fand ich auch den zweiten Teil der „Zauber der Elemente“-Reihe mit Neve in der Hauptrolle toll – ich kenne kaum eine Autorin, der der Mix aus realer und fantastischer Welt so kreativ und schlüssig gelingt.

Seerosennacht von Daphne Unruh: In Band drei blieben mir zu viele Hintergründe und Zusammenhänge offen und die bockige Protagonistin Greta war mir unsympathisch. Auch der Stil war noch unruhiger und sprunghafter zu lesen als sonst – ein mittelmäßiges Lesevergnügen.

Blütendämmerung von Daphne Unruh: Den Abschluss der Reihe fand ich gut gelungen. Endlich steht wieder Kira im Mittelpunkt, es gibt eine ganz neue magische Welt zu bestaunen und die Handlung bleibt bis zuletzt spannend. Lediglich einige Unstimmigkeiten bei der Figurendarstellung (z.B. hüpfen bestimmte junge Erwachsene miteinander ins Bett, denken auf der anderen Seite aber wie zehnjährige Kinder) ziehen sich wie bei den anderen Bänden auch durch die Geschichte.

Oliver Twist von Charles Dickens: Ein toller Klassiker! In unserem Buchklassiker-Blogpost zum Realismus erfahrt ihr mehr.

Jeder ist beziehungsfähig von Stefanie Stahl: In dem Ratgeber geht es im Kern um da Gleichgewicht von Bindung und Freiheit in einer Beziehung. Anhand von geballtem Input und vielen Übungen geht man auf die Suche nach seinem „Schattenkind“, entdeckt dort seine Schutzstrategien (z.B. Klammern, Eifersucht, Flucht) und entkräftet sie, indem man sein inneres „Sonnenkind“ stärkt und zu seinem jetzigen Erwachsenen-Ich findet. Ich verstehe mich und meine vergangenen Beziehungen jetzt viel besser und kann das Buch nur empfehlen!

Breaking Bad Staffel 1-3: Ich stand der Serie ja immer eher skeptisch gegenüber, muss aber zugeben, dass sie mich überzeugt hat. Besonders die ersten beiden Staffeln haben mir gefallen. Auch wenn es keine Lieblingsserie wird (außer zum witzigen Hank baue ich irgendwie nicht wirklich eine Bindung zu den Figuren auf), haben mich die schlüssige Handlung und Figurenentwicklung, die durchdachten Dialoge und die unkonventionelle Kameraführung beeindruckt. Ich bin schon gespannt auf die letzten beiden Staffeln.

10. Was nimmst du dir für Mai vor?

Siri: Wir werden eine Fahrradtour von Passau nach Wien unternehmen, die ich mit den vielzitierten „Positive vibes“ angehen möchte – jammern nervt! Außerdem mit meiner letzten Hausarbeit fürs vorangegangene Semester zur Hälfte fertig werden und Klarheit in meine Gefühlslage bringen.

Fran: Da ich beim Filmdreh im letzten Semester wenig technische Erfahrung sammeln konnte, möchte ich beim anstehenden Dreh im Mai aktiv an der Kamera oder zumindest bei der Postproduktion mitwirken. Außerdem will ich wieder öfters Inliner fahren.

Hier könnt ihr unseren letzten Rückblick vom März 2018 lesen.

Übrigens dürft ihr euch diese Fragen kopieren, auf uns als Quelle verlinken und damit selbst einen Monatsrückblick schreiben – wir würden uns sehr freuen, von euren Erlebnissen und Gedanken zu hören! 🙂

Wie ist euer April verlaufen und was nehmt ihr euch im Mai vor?

2 thoughts on “Quer durch 04/18

  1. Liebe Fran,
    danke Euch für diesen wirklich tollen Beitrag, der Lust macht zu reflektieren und seinen persönlichen Monat auch einmal Revue passieren zu lassen.
    Wie schön! Ich freue mich wahnsinnig über Deine Erwähnung im Montasrückblick. Es ist toll, wenn ich zur Bewegung in der Natur motivieren kann :).
    Mein April war sehr schön und abwechslungsreich, ich konnte meine derzeitige Wahlheimat München und die Umgebung endlich bei wundervollem Wetter genießen und habe eigentlich jeden Tag etwas neues entdeckt, was ich unheimlich bereichernd finde. Man lernt vieles über sich selbst, wenn man einen Ort neu kennen lernt.
    Liebe Grüße,
    Miriam

    1. Hi Miriam, danke für dein Lob, das freut uns! Wenn du Lust hast, kannst du unsere Fragen gerne (mit Quellenverweis auf unseren Post) kopieren und damit selbst einen Monatsrückblick schreiben. 🙂 Dein April klingt auch inspirierend, gerade bei dem Wetter in den letzten Wochen ist es ja besonders schön draußen. Wo in/bei München bist du denn herumgewandert? Freue mich schon auf neue Wander-Blogposts von dir!
      Viele Grüße
      Fran

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