Meine liebsten Kinderbücher

Feiertage und weihnachtliche Geldgeschenke laden momentan dazu ein, sich mit neuen Büchern einzudecken.  Dabei gibt es im eigenen Dachboden oder Keller garantiert ein paar Schätze aus alten Zeiten zu entdecken! Ich habe einige Highlights aus meiner Kindheit ans Licht gebracht…

Bevor es losgeht, schaut unbedingt mal bei Siris Beitrag „Meine schönsten Kinderbücher“ vorbei – „Fünf Freunde“, „Hanni und Nanni“ & Co. lassen garantiert Nostalgie aufkommen!

Lesen gehörte schon immer zu meinen liebsten Hobbies. Die meisten Bücher trug ich stapelweise aus der Bibliothek, andere bekam ich zum Geburtstag geschenkt, wieder andere lieh ich von Freunden aus. Bücher zu kaufen war damals die seltene Ausnahme. Umso mehr erstaunt es mich, wenn ich in einem Buchladen Kinder sehe, die stapelweise Bücher zur Kasse tragen dürfen. Aber ich schweife ab – hier meine früheren Lieblingsbücher!

Tierische Abenteuer

Kinderbücher
Tiere waren mein Lieblingsthema in Büchern, v.a. Hunde. Welche Tiere durften in euren Geschichten nicht fehlen?

Schon als Kind liebte ich Geschichten von und mit Tieren. Im Regal meiner Oma entdeckte ich Annegret und Cara von Margot Benary-Isbert, das bereits 1951 im Tosa-Verlag erschien. Darin soll das einsame Mädchen Annegret einen kleinen Hund als Kumpanen bekommen, erhält aber zum Schrecken der Hausangestellten die Deutsche Dogge Cara. Als Hundefan habe ich Annegret um ihren vierbeinigen Freund beneidet und die Geschichte immer wieder gelesen. Das Buch Ein Bernhardiner namens Möpschen von Ilse Gräfin von Bredow handelt von allerlei Kindheitserinnerungen, in denen auch der besagte Bernhardiner eine Rolle spielt.

Obwohl ich kein Pferdefan war, liebte ich die Abenteuer von Jana & Janusch. Habt ihr früher auch davon geträumt, auf einem Pferd am Meer entlangzureiten? In dem Sammelband von Tina Caspari, 2004 im Bassermann-Verlag publiziert, erleben Jana und ihr Rappe Janusch vom Roggenhof spannende Abenteuer auf der Insel Rügen. Das Sachbuch Hunde lügen nicht von Jeffrey M. Masson, 2002 im Bechtermünz-Verlag erschienen, kaufte ich mir in der Grundschule ausnahmsweise selbst, da der Titel ein typischer Spruch von meiner Oma war und ich wissen wollte, warum Hunde denn nicht lügen können. Ich bemerkte nicht, dass es sich um ein Erwachsenenbuch handelte und verschlang neugierig alles über Emotionen und Körpersprache meiner Lieblingstiere. Peinliche Anekdote: Vorne ins Buch schrieb ich meinen Namen und dahinter altklug „Professorin für Kynologie“ – schon klar.

Klassiker und Magisches

Kinderbücher
Witzige Hexenabenteuer, klassische Lindgren-Bücher oder coole Kinderkrimis – die Entscheidung vor dem Bücherregal fiel nicht leicht!

Ich glaube, der Lindgren-Klassiker Die Kinder aus Bullerbü (dtv-Verlag) spricht für sich. Die 2001 im Arena-Verlag erschienene Hexe Lilli habe ich mindestens zehnmal durchgelesen, wahrscheinlich auch deswegen, weil ich aufgrund meiner sehr christlichen Erziehung keine anderen Zauber- oder Hexenbücher haben durfte – ging es noch irgendjemandem so? Mein erster „Krimi“ war Das tolle Trio von Hans-Günther und Irene Zimmermann (2003 im Thienemann-Verlag publiziert), in dem David, Ev und Heinzi (was für Namen! 😀 ) kleinkriminellen Gaunern hinterherspionieren – fast wie die obercoolen „Pfefferkörner“ vom Kinderkanal, falls ihr diese noch kennt.

Sachbücher für Besserwisser

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Für Was-ist-Was-Bücher war ich irgendwie zu doof. Dafür lehrte mich das Wissensbuch von Tessloff nahezu mehr als der Grundschulunterricht!

Jetzt muss ich mich mal als begriffsstutziges Kind outen. Bin ich die einzige, die die Was ist was-Bücher richtig kompliziert geschrieben fand? Trotzdem schmökerte ich gerne darin herum – zum Glück hatte mein Cousin eine ganze Sammlung. Auch das uralte Lexikon „Tiere der Welt“ in Schwarz-Weiß konnte ich stundenlang durchblättern, während ich davon träumte, später mal als Tierfotograf in Afrika herumzureisen – daraus wurde dann wohl nichts. Eine große Basis an Allgemeinwissen eignete ich mir durch das Buch Wieso? Warum? Weshalb? aus dem Tessloff-Verlag an. Ich schwöre, dass ich damals mehr über Dinosaurier, alte Römer und Raketen wusste als heute!

Leseanfänger und Horrorgeschichten

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Links meine Ausgabe des „Fehlerteufel Klecks“. Rechts das Horrorbuch meiner Kindheit: Warum spickt man angebliche Schlummergeschichten mit Monstervögeln, Mondbewohnern und Schreckgespenstern?

Als Grundschüler kommt man an Leseanfänger-Büchern kaum vorbei. Die meisten fand ich schon in der ersten Klasse ziemlich unterfordernd. Oft las ich extra langsam, um die Trauer hinauszuzögern, die mich überfiel, wenn man das Buch nach weniger als einer halben Stunde beendet hatte. Erkennt ihr den Fehlerteufel Klecks aus Siris Beitrag wieder? Anscheinend lag das Buch zu unserer Einschulungszeit im Trend.

Zum Abschluss das schlimmste Buch meiner Kindheit: Im 1999 erschienenen Leselöwen-Band Schlummergeschichten von Karin Jäckel jagt eine Horrorstory die nächste. Ich gruselte mich vor Nachtvögeln mit glühenden Augen, die nachts ins Kinderzimmer flattern, hatte Angst vor einem Schreckgespenst mit Mundgeruch und Mitleid mit einem Jungen, der in einem abgelegenen Burghotel ganz allein in einem nach kaltem Rauch stinkenden Bett nächtigen muss – und da soll man anschließend gut einschlafen können? 😀 Vielleicht kennt ja jemand den Band und kann mir den pädagogischen Sinn erklären.

Was waren eure Lieblingsbücher als Kind? Hattet ihr auch Bücher, die ihr komisch oder gruselig fandet?

Hier geht´s zu Siris schönsten Kinderbüchern!

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