Quer durch 2017

Heute gibt es mal keinen Monatsrückblick, denn schließlich befindet sich ein ganzes Jahr in den letzten Zügen. Zeit also, auf 2017 zurückzublicken und uns die üblichen Fragen zu stellen: Was haben wir erlebt, welche Pläne haben wir eingehalten oder verworfen, womit hatten wir zu kämpfen? Und vor allem: Was sind unsere Vorsätze für 2018? Seid gespannt!

1. Hattest du dir für 2017 etwas vorgenommen? Hast du es erreicht?

Fran: Den einzigen Vorsatz, den ich immer ins neue Jahr mitnehme, ist, mit zufriedenstellenden bzw. erfüllenden Hobbies, Prinzipien oder Tätigkeiten genauso weiterzumachen wie bisher. Alle weiteren Vorsätze entwickeln sich eher kurzfristig.

Siri: Ich nehme mir schon seit Jahren nichts mehr für das neue Jahr vor. Wenn ich etwas an mir oder in meinem Leben verändern möchte, tue ich das früher oder später, dazu brauche ich keinen Jahreswechsel. Davon abgesehen würde ich die Vorsätze in 100% der Fälle brechen.

2. Hat dich 2017 jemand besonders inspiriert oder konntest du etwas Neues lernen?

Fran: Ich konnte dieses Jahr vor allem über Tiere und insbesondere Hunde viel Neues lernen – dank der Mithilfe im Tierheim (hier geht´s zum Blogpost) sowie Infos von Martin Rütter und Cesar Millan. Außerdem las ich einiges über Hochsensibilität, Introversion und Abgrenzung und lernte mich so selbst besser kennen.

Siri: Mich hat auf jeden Fall The Pug Queen sehr berührt und inspiriert. Über die amerikanische Tierschützerin habe ich auch einen Blogpost geschrieben. Neues konnte ich in diesem Jahr über mich selbst und meine Persönlichkeit lernen. Auch aus meinem Praktikum im Sommer habe ich viel mitgenommen.

3. Was hast du in diesem Jahr geschafft, worauf kannst du besonders stolz sein?

Fran: Ich bin stolz auf unseren Blog und hätte nie gedacht, dass wir mit so viel Ausdauer und Leidenschaft dranbleiben. Außerdem bin ich stolz darauf, Unmengen an Projekten und Stressgrenzen im Studium überwunden und das Programm von Sophia Thiel im Sommer erfolgreich durchgezogen zu haben.

Siri: Wir haben unseren Blog im Februar 2017 gegründet, worauf ich sehr stolz bin! Ich habe beruflich und in der Uni mehr als stressige Zeiten überlebt. Ich bin nach etlichen Problemen wieder einigermaßen gesund. Und ich habe seit dem Sommer wieder zum Lesen gefunden, einem Hobby, das ich in der ersten Hälfte des Jahres bzw. generell seit dem Abitur vor einigen (vielen?) Jahren vernachlässigt hatte.

4. Wo bist du an eine Grenze gestoßen? Konntest du sie überwinden?

Fran: Ich habe eine Beziehung beendet, die mehr Schein als Sein war – zum Glück habe ich das rechtzeitig erkannt. Grenzen gab es außerdem im Studium, was den Aufwand bei Projekten, Hausarbeiten oder Prüfungen betraf. Außerdem war es für mich immer wieder eine Grenze, Menschen bei Problemen meine Meinung ins Gesicht zu sagen – oft klappt es, aber manchmal bin ich gescheitert.

Siri: Ich war in einer Beziehung gefangen, die mir keinerlei Input gab, sondern eiskalt war. Das wollte ich monatelang nicht wahrhaben und habe dies verdrängt. Zum Glück konnte ich dies überwinden und die Beziehung beenden. Weitere Grenzen lagen in meinen unzähligen Krankheitsfällen, dem Horrorprojekt und meiner anschließenden Lethargie-Phase. Eine weitere große Bealstung war mein entzündetes Handgelenk, weswegen ich an 10 von 12 Monaten kaum Sport machen konnte. Gute Nachricht: Der Auslöser wurde gefunden und konnte behoben werden! Seit Mitte Dezember kann ich nun wieder gemeinsam mit Jillian Michaels Hanteln durch mein Zimmer wuchten.

5. Was hat dich geärgert? Was hat dich gefreut?

Fran: Mich hat es geärgert, Zeit mit Menschen verschwendet zu haben, die ganz anders sind, als sie vorgegeben haben, zu sein. Gefreut hat mich, dass Siri und ich uns durch das gegenseitige Lesen emotionaler oder kritischer Blogposts noch öfters über Tiefgründiges austauschen als früher und uns so noch besser kennenlernen. Der Blog bietet wirklich in jeder Hinsicht Vorteile. 🙂

Siri: Ein tägliches Ärgernis: die Uni. Richtig sauer war ich, dass ich im Sommersemester ÜBERALL nur in meine Drittwahl (von drei Optionen) gelost wurde und mich dann mit Sachen rumschlagen musste, die mir für meine berufliche Zukunft nichts bringen. Am meisten gefreut hat mich der Ausflug nach Berchtesgaden mit Fran, da wir als ungeübte Wanderer schnurstracks den Watzmann erklommen haben 🙂 Ich freue mich generell, von Natur umgeben zu sein und die Landschaft dort ist wirklich idyllisch. Wiederholungsbedarf!

6. Wo warst du zufrieden oder unzufrieden mit deinem Verhalten anderen gegenüber?

Fran: Wirklich schwierig, das für ein ganzes Jahr zu beurteilen. Wenn ich alle zufriedenstellenden und enttäuschenden Handlungen in der Summe sehe, würde ich schon sagen, dass ich im Großen und Ganzen authentisch gehandelt habe. Ich arbeite an meinen Baustellen, z.B. mich mehr abzugrenzen und Dinge mit mehr Überzeugung zu tun, und mache sonst einfach mal so weiter.

Siri: Ich war mit der erwähnten Beziehung unzufrieden, da ich, im Nachhinein betrachtet, geringschätzig behandelt wurde. Gleichzeitig habe ich mich immer mehr bemüht, das Konstrukt zu retten, was dann doppelt schade war. Aber ich habe es zumindest versucht, statt gleich aufzugeben – irgendwie fand ich das von mir gut 😀

7. Nenne fünf Blogposts aus 2017, die dir am wichtigsten waren oder mit denen dich besonders viel verbindet!

Fran:

  1. Der Beitrag Ich bin so im Stress! Oder? war für mich persönlich wichtig, um mich nicht ständig überlastet zu fühlen und vor allem Hobbies nicht in To-Do-Listen zu zwängen.
  2. Ich hätte niemals gedacht, wie groß der Unterschied zwischen einer Uni und einer Fh ist. Allen, die vor der Entscheidung stehen, zu studieren, lege ich unseren gemeinsamen Blogpost Uni oder Fh? ans Herz.
  3. Der Post Generation Beziehungsunfähig war mir ein Bedürfnis, da ich glaube, dass viele Menschen erhöhte Erwartungen an eine Beziehung haben, die auch mich in der Vergangenheit oft negativ beeinflusst haben.
  4. Nicht sehr tiefgründig, aber spaßig zu schreiben war der Vergleich von Sport früher und heute.
  5. Beim Beitrag Dialekt ohne Grenzen habe ich mich über den regen Austausch unterschiedlicher Dialekte gefreut – es gab viel zu lachen!

Siri:

  1. Der Beitrag über Hipster- und Nobelrestaurants ist für mich aufgrund der Thematik einer der liebsten. Darin kritisiere ich die unangenehme und erzwungene Atmosphäre, die mich beim Genuss von gutem Essen stören.
  2. Mir begegnet täglich der kollektive Gesprächskodex. Nämlich immer dann, wenn ich A sage und mein Gegenüber auf B antwortet. Hä?
  3. In der Geschichte eines Tierschutzhundes berichte ich von meinem Hund Leo – er ist sowieso immer mein Lieblingsthema.
  4. Ein großes Anliegen war mir der Beitrag Künstlich vs. natürlich. Es ist nämlich nicht in Ordnung, geschminkten Frauen vorzuhalten, dass „sie sich ja nur vollkleistern“ und natürliche Schönheit die einzig wahre ist. Fun fact: Der Beitrag wurde über 36x bei Twitter retweeted – leider nur von irgendwelchen Bots, die sich damit vielleicht Erkennungssignale zufunken wollten. Immer dieses Internetz.
  5. Im Beitrag Es hat sich ausgewitzt frage ich mich, warum Menschen über Flachwitze oder Sprüche lachen, von denen man schon weiß, wie sie enden. Das Rätsel meines Lebens.

8. Welchen Blog fandest du 2017 am besten und warum?

Fran: Ehrlich gesagt habe ich immer noch keinen absoluten Lieblingsblog. Das wird ein Vorsatz für 2018!

Siri: Ich liebe den Blog Indianermädchen & Wildfang, auf dem die Besitzerin Lissy rund um ihre beiden Australian Shepherds Emmely und Hazel schreibt. Hundefans wissen Bescheid.

9. Welche medialen Inhalte aus 2017 sind dir besonders in Erinnerung geblieben?

Fran:

  • Meine Lieblingslektüre war der Science-Fiction-Roman „Squids“ von Leo Aldan, an dem mir von der Handlung über die Kulisse bis zum Sprachstil alles gefallen hat (hier geht’s zu Siris Rezension).
  • Zu meinen Lieblingsbüchern 2017 zählen außerdem „Die Schicksalsknüpferin“ von Marlene von Hagen (Rezension) und „Die Fallstricke des Teufels“ von Heike Stöhr (Rezension).
  • Mein Lieblings-Sachbuch war „Hautnah“ von Yael Adler.
  • Am liebsten sah ich auf Netflix die fünfte Staffel von American Horror Story „Hotel“. Gleichauf liegen „The Blacklist“ und „How to get away with murder“.
  • Tolle Reportagen waren für mich die Tierdoku über Orcas in Gefangenschaft „Blackfish“, die motivierende Crossfit-Reihe „Fittest on Earth“ und Hundereportagen wie z.B. „Polizeihunde im Dienst“.

Siri: Das wird schwierig, aber ich versuche es.

  • Mein Lesehighlight war das Buch „Max“ von Max Ernst, welches ich sogar im Dezember erst fertiggelesen habe. Ich verrate nicht zu viel, denn das erfahrt ihr alles in meiner ausführlichen Rezension.
  • Im Fantasybereich mochte ich das Buch „Die Schicksalsknüpferin“ von Marlene von Hagen am liebsten. Auch dazu gibt es eine Rezension.
  • Ich habe Jane Austen für mich entdeckt und sie zu einer meiner Lieblingsautorinnen erklärt. Besonders gut hat mir ihr Roman „Emma“ gefallen, vor allem wegen der Hauptfigur und der Liebesgeschichte am Ende.
  • Mein liebstes Sachbuch war Leise Menschen – starke Wirkung von Sylvia Löhken. Darin schreibt die Autorin sehr anschaulich über Introversion und welche Stärken und Schwächen diese mit sich bringt.
  • Bei den Serien war The Blacklist mein absolutes Highlight auf Netflix. Ein Verbrecher stellt sich dem FBI und hilft, andere Verbrecher dingfest zu machen. Warum? Ist kompliziert! Hierzu habe ich auch einen Serientipp geschrieben.
  • Weitere tolle Serien dieses Jahr: How to get away with murder und Sense8. Bei HTGAWM werden verzwickte Fälle von Studierenden rund um Staranwältin Annalise Keating gelöst; bei Sense8 sind acht Menschen miteinander verbunden – hier mochte ich die schönen Aufnahmen, das unfreiwillig komische Drehbuch sowie die Entspannung beim Ansehen. Über den kompletten Sommer hinweg hat mich Suits begleitet. Die Serie über eine Anwaltskanzlei ist furchtbar langweilig und vermittelt ein schreckliches Frauenbild, Harvey Specter ist mir während der täglichen Zugfahrt aber doch irgendwie ans Herz gewachsen. Auch die Frauenknast-Serie Orange is the new black mochte ich.

10. Was nimmst du dir für das neue Jahr 2018 vor?

Fran: Wie oben erwähnt, entwickeln sich Vorsätze eher im Laufe des Jahres. Meine größten Vorhaben sind die Rom-Reise mit Siri im März (juhu) und mein Praxissemester ab August in Irland. Außerdem freue ich mich auf viele neue Bücher, für die ich mir (hoffentlich) genug Zeit nehmen werde.

Siri: Da ich mir wie gesagt nichts vornehme, sondern meine Pläne einfach umsetze, zähle ich euch diese einfach kurz auf: 2018 werde ich Ende März eine Reise nach Rom mit Fran unternehmen, ab 1. April das Sophia Thiel-Programm beginnen und mich im Fitness-Studio anmelden (ohne Wochenendbeziehung habe ich endlich Zeit dazu, Fettschwarte ade!) und im Sommer – vorausgesetzt es klappt – nochmal ein Auslandspraktikum absolvieren.

Zur Feier des Tages Jahres gibt’s hier ein Foto von letztem Silvester von uns 😀 Man sieht, dass uns der Schalk im Nacken sitzt, vor allem, wenn irgendeine Linse auf uns gerichtet wird. Eine unausgesprochene Regel lautet nämlich, dass wir niemals normal gucken dürfen. Denn dann stehen wir immer nur gequält grinsend dort wie bestellt und nicht abgeholt. Vom Möchtegern-Duckface über schief-ausufernde Balkenbrauen (heieieiei, immer dieser Sekt), dem Halstattoo, das aussieht, als wären wir stranguliert worden, den lilafarben angesprühten Haaren bis zur Papierschleife als Schönheitsmakel – wir werden hoffentlich auch heute wieder einen chaotisch-lustigen Abend verbringen 🙂 Guten Rutsch ins neue Jahr!

silvester2017.jpg

Hier könnt ihr unseren letzten Monatsrückblick vom November 2017 lesen.

Übrigens dürft ihr euch diese Fragen kopieren, auf uns als Quelle verlinken und damit selbst einen Monats- oder Jahresrückblick schreiben – wir würden uns sehr freuen, von euren Erlebnissen und Gedanken zu hören! 🙂

Wie ist 2017 bei euch verlaufen und was nehmt ihr euch für 2018 vor?

6 thoughts on “Quer durch 2017

  1. Ein sehr schöner Post, ihr Beiden! Ich kenne das mit den Jahresvorsätzen, aber insgeheim mache ich mir dann doch welche haha. Ich wünsche euch viel Erfolg für’s neue Jahr und hoffentlich müsst ihr nicht noch einmal eine solche Beziehung beenden, sondern findet jemanden, der euch unterstützt.
    Ich freue mich schon über einen Post über Rom!

    Liebste Grüße,
    eure Julia

    1. Hi Julia,
      lieben Dank für die Wünsche und den netten Kommentar! Welche Vorsätze hast du dir denn für 2018 vorgenommen? 🙂 Wir wünschen dir auch ein tolles Jahr mit vielen neuen und guten Erfahrungen!
      Ich hoffe auch, irgendwann mal einen passenden Partner zu finden, aber bis dahin werden noch einige Wohnortwechsel und unvorhersehbare Dinge geschehen. Wir werden sehen 🙂

      Liebe Grüße
      Siri

  2. Toller Post! Ich wünsche dir von Herzen, dass dich das Jahr 2018 deinen Träumen und Zielen einen Schritt näher bringt !

    Alles Liebe
    Laura

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