Trau dich!

Jeder muss mal über seinen Schatten springen, egal ob im kleinen oder großen Stil. Als Antwort auf die Blogparade von GOLDENMELANCHOLY berichten wir hier von unseren Trau dich-Momenten!

Trau Dich-Moment von Fran

Nach meiner Ausbildung hätte ich eigentlich zufrieden sein können: Endlich volles Gehalt verdienen und sich Dinge leisten können, ein sicherer Arbeitsplatz mit netten Kollegen und ein eigenes Auto. Doch ich fühlte mich gelangweilt von den immer gleichen Büroabläufen. Die Aussicht, niemals aus meiner kleinen Heimatstadt herauszukommen, erschien mir unerträglich trost- und sinnlos. Ich wollte an einem neuen Ort leben und alle möglichen Chancen nutzen, um eines Tages so zu arbeiten und zu leben, wie es mir gefällt. Auch neues Wissen und das Sammeln neuer Erfahrungen reizten mich. Also beschloss ich, zu studieren. Die Umstellung war gewöhnungsbedürftig: Ich verkaufte mein Auto, kündigte meinen Job und mietete zum Studienbeginn ein Wohnheimzimmer. Jetzt im Studium spare ich mehr als früher, bewältige alle Wege mit Fahrrad oder Bus und teile mir Küche und Bad mit sieben Mitbewohnern. Es sind Wermutstropfen und doch bin ich froh, diesen Schritt gewagt zu haben. Ich versuche, über die niedrigere Lebensqualität hinwegzusehen und das Beste aus meiner Situation zu machen. In der Zukunft werde ich sicherlich dankbar für diesen Schritt sein und das spornt mich tagtäglich an!

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Siris Trau Dich-Momente

Bei mir sind eigentlich fast alle Tage voller Trau dich-Momente. Das liegt daran, dass ich ein ziemlich introvertierter Mensch bin, dem es schwerfällt, gewisse Dinge zu erledigen, die im Alltag leider nötig sind. Ich habe zwar diese typischen, mutigen Schritte in meiner Biographie (im Ausland leben oder Studium abbrechen zum Beispiel), aber mehr Überwindung bereiten mir tatsächlich die kleinen Dinge, denen ich nicht entfliehen kann. Zu nennen wären da Telefonanrufe, Arzttermine, Hörsäle betreten, an einer befahrenen Straße entlanglaufen, ungewollt im Mittelpunkt stehen, … Auch wenn sich das für euch vielleicht verrückt anhört, aber diese Dinge muss ich mich wirklich jeden Tag trauen. Das kostet viel Mut und vor allem Energie, aber ich schaffe es. Meistens. Widerwillig.

Was sind eure Trau Dich-Momente (gewesen)?

0 thoughts on “Trau dich!

  1. oh mein Traudich-Moment war 2003 – ich habe im Januar 2001 mein linkes Augenlicht verloren und die Zeit des SichmitderSituationabfinden war laut Krankenkasse vorbei und nun sollte ich meine Familie in den Hintergrund stellen (Kids 6, 2,5) und eine neue Ausbildung an der Blinden- und Sehschwachen Schule machen, doch ich wollte nicht weg. Mein Mann war schon seit 1995 selbstständig – sollte ich es auch wagen? Als Dozentin? Auf einem Kuhdorf? ich bin gesprungen und habe mein eigenes Nachhilfestudio eröffnet und ich wurde und werde von Schulen gebucht – ich habe es nicht bereut. Liebe Grüße dieflo von Flo’s-lesewelten.com

  2. Wow, deine Geschichte ist wirklich beeindruckend. Da sieht man, dass sich Mut auszahlt – Respekt für diesen großen Trau-dich-Moment und liebe Grüße zurück! 🙂

  3. Manchmal muss man einfach mutig sein und dazu gehören alle kleine so wie große Mutproben, die dich dazu bringen über deinen Schatten zu springen. Sehr toller Blogbeitrag zu diesem Thema – in einigen Punkten konnte ich mich ebenfalls wiederfinden. Sei weiterhin mutig! Liebe Grüße, Julia 😊

    1. Genau so ist es! Wenn man ein klares Ziel vor Augen hat, verleiht einem das geradezu Flügel über sämtliche Hürden hinweg. Vielen Dank nochmal für die schöne Blogparade und dir auch weiterhin viel Mut! 🙂
      Liebe Grüße, Fran

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